Der Sourcing Summit ist der Place to be für alle, die bereits länger sourcen oder erst gestartet haben. Nirgendwo sonst nimmt man in zwei Tagen so viele Inputs, Tipps und Hacks mit, die man im Active Sourcing einsetzen kann. Zum 3. Mal hat der Sourcing Summit nun in Deutschland stattgefunden, ich war zum 2. Mal dabei, diesmal als Ambassador. Hier meine drei Learnings für alle, die nicht dabei sein konnten. 

Bevor ich meine Learnings weitergebe, kurz zum Summit als Veranstaltung: Bravo, Gratulation und meine Hochachtung an das Organisationsteam, allen voran Barbara Braehmer, die Sourcing Queen aus Deutschland und ihr Team und natürlich an Phil Tusing, der das Format 2011 in Australien etabliert hat und mittlerweile Sourcing Summits auf der ganzen Welt veranstaltet. 

Ein besonderes Highlight war die Event-App Whova: Ich habe sie schon bei der Vorbereitung verwendet, nämlich zur eigenen Programmgestaltung, zum Netzwerken und sogar live bei der letzten Session, wo sich eine (aufgrund mehrerer Krankheitsfälle) sehr spontan zusammengestellte Gruppe der Diskussion Meinungsbild und Erfahrungsaustausch: Praktische Kombination von Sourcing mit Recruiting, Employer Branding und Talent Akquisition“ widmete. Moderator Jan Kirchner hat unsere Fragen direkt aus der App an die Diskussionsrunde weitergegeben. Großartig, dass die Sessions mit einem Farbcode hinterlegt waren und man nach Beginner Level und Advanced Level filtern konnte. Außerdem waren auch die Räume mit einem Farbcode versehen.


Alle Vorträge/Sessions wurden auch gefilmt und den Teilnehmerinnen zur Verfügung gestellt. Das ist super, denn natürlich gab es immer wieder Überschneidungen. So musste ich mich zwar vor Ort entscheiden, kann aber die anderen interessanten Sessions nachholen. Josef Kadlec vergleicht den Sourcing Summit mit Open Source, denn hier passiert Knowledge Sharing. Besser könnte ich das auch nicht ausdrücken. 😉 Klick um zu Tweeten

Meine wichtigsten Learnings vom Sourcing Summit 2019

  1. Sourcing darf nicht als gesonderte Funktion gesehen werden.
    Erfolgreiches Sourcing benötigt nicht nur Tools und Skills, es ist wichtig, dass alle Recruitingverantwortliche – also HR und Hiring Manager und im Idealfall eigentlich alle Mitarbeiterinnen – wissen, was unter Sourcing im jeweiligen Unternehmen verstanden wird und alle müssen das mittragenMindset Shift ist gefragt! 
  2.  Sourcing ist try and error.
    Ja, es gibt unzählige Tipps und Tricks, aber nicht immer funktioniert alles bei jedem. Es gibt rechtliche Grenzen (oder vielleicht Graubereiche), 😉 es gibt zielgruppenspezifische Unterschiede und es gibt Änderungen, mit denen wir leben müssen. So hat XING zum Beispiel die Boolsche Suche für Premium-Mitglieder abgeschafft (es gibt trotzdem noch Möglichkeiten, XING für Active Sourcing zu nutzen).  
  3. Tools einsetzen, die vielleicht gar nicht für Sourcing gedacht sind.
    Egal ob bei der Identifikation, in der Ansprache oder im Beziehungsmanagement: Am Markt sind sehr viele Tools, die unterstützen können. Ausprobieren und vertraut machen, entscheiden, womit man arbeiten kann und will, das gilt für alle Sourcer. 

Am Abend des 1. Tages gab es wieder eine Sourcing Challenge, an der ich gemeinsam mit vier anderen Sourcing-Expertinnen teilgenommen habe. Und was soll ich sagen, genau der Fall (drei waren gefragt), der uns einfach erschienen ist, den konnten wir nicht schnell genug lösen.  🙁 

Für alle, die sich weiterführend mit Sourcing auseinandersetzen wollen, habe ich noch folgende Empfehlungen: 

Setzen Sie sich einmal wirklich mit dem Thema auseinander und hinterfragen Sie, ob Sourcing die richtige Maßnahme ist.

Im nächsten Newsletter (Anfang Mai) für Social Media Recruiting-Insider gibt es eine ausführliche Zusammenfassung der lehrreichsten Vorträge mit einigen Praxistipps; wer den Newsletter noch nicht abonniert hat, sollte das am besten JETZT nachholen.

Außerdem hat Barbara Braehmer ein Buch auf den Markt gebracht, das heute erscheint: Praxiswissen Talent Sourcing: Effiziente Kombination von Active Sourcing, Recruiting und Talent Management (Haufe Fachbuch)*, davon verlose ich ein Exemplar an die Person, die jetzt auf den Geschmack gekommen ist und mir als erstes die Lösung der Sourcing Challenge schickt: 

Gesucht wird eine Person aus Österreich, die aktuell als Marketing Manager arbeitet und davor als HR Manger tätig war.

Wen suche ich? Link zur Person an mich schicken, wer mir als erstes die richtige Person nennt, dem schicke ich eine Ausgabe! 

Falls Sie wissen möchten, wie Sie Kandidatinnen mit Ihrer Ansprache ganz sicher vergraulen, dazu habe ich schon 2015 ein „Praxisbeispiel“ gebracht. 😉

Ich werde 2020 ganz sicher wieder beim Sourcing Summit dabei sein und ich hoffe, das sich noch ein paar mehr Teilnehmerinnen aus Österreich finden. 

Herzliche Grüße
Claudia 

PS: Demnächst erwartet Sie ein Interview mit Jan Pichler von myVeeta. Wenn Sie Fragen haben zum Thema Talent Relationship Management, dann lassen Sie es mich wissen! Den Blogbeitrag möchten Sie nicht verpassen? Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten; oder per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben – damit Recruiting wieder einfach wird.

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