Den Sourcing Summit gibt es bereits seit 2011. Seither findet er nicht nur in Australien statt (von dort stammt der Gründer Phil Tusing) sondern weltweit. Da ich es 2017 nicht zum 1. Sourcing Summit in Deutschland nach Mainz geschafft habe, habe ich mir gleich nach Bekanntgabe des Termins für 2018 diesen im Kalender eingetragen und habe 2 Tage in München verbracht.

Mehr als 300 Personen aus der DACH Region haben teilgenommen, davon nur eine kleine Anzahl aus Österreich (10 um genau zu sein). Das Speaker Line up war international besetzt, das Programm sehr dicht. Man hatte parallel jeweils die Auswahl aus drei Programmpunkten und das war wirklich schwierig, ich habe auf jeden Fall noch einiges verpasst. Die Agenda war vielfältig: von den „Hindernissen semantischer Suchmaschinen“ über „wie binde ich Manager in den Sourcing Prozess ein“ bis „Aufbau eines Sourcing-Teams in der Praxis“ und einer Sourcing Challenge – alles dabei! Mir (und einigen anderen) hat eine Abend Session und zwar das „Sourcing Lab“ sehr gut gefallen: ca. 100 Sourcer, die sich gegenseitig ihre Tipps und Tricks verraten, Fragen stellen und im direkten Austausch voneinander lernen!

Fotocollage vom Sourcing Summit 2018

Die Inhalte der Vorträge und Workshops, an denen ich teilgenommen habe, in einen Blogbeitrag zu packen ist schlicht weg unmöglich, aber ich habe hier meine Key Learnings zusammengefasst:

Den einen richtigen Active Sourcing Weg gibt es nicht!

So unterschiedlich wie wir Menschen sind, so unterschiedlich sind die Active Sourcing Strategien, mit denen gearbeitet wird. Die einen schicken direkt eine Kontaktanfrage, die anderen lieber nur eine Nachricht. Eine schreibt kurz und knackig „das ist der Job – interessiert ja oder nein“ die andere möchte lieber einmal unverbindlich in Kontakt kommen. Die eine schickt niemals follow up Mails die andere immer. Und das schönste an der ganzen Sache: alle sind erfolgreich! Jede auf ihre Weise, jede wie es ihr entspricht.

Active Sourcing hat viel mehr mit Persönlichkeit und Mindset zu tun als mit Tools.

Tools sind hilfreich und können uns Zeit ersparen aber das allerwichtigste ist unsere Persönlichkeit. Um erfolgreich zu sein, braucht es die richtige Einstellung und Emotion.

Tools es gibt unzählige am Markt.

Viele sind kostenfrei, manche kosten etwas, die meisten sind für die Identifikation von Profilen einsetzbar. Nicht alle sind DSGVO konform sind, daher am besten immer bei den Nutzungsvereinbarungen nachlesen. Wenn z.B. die Datenspeicherung unklar ist, dann ist meine klare Empfehlung: lieber Finger weg.

Die DSGVO bedeutet nicht das Ende von Active Sourcing!

Die DSGVO regelt, wie mit den Daten umgegangen wird, und hier gibt es keine Unterschiede zu Recruiting. Nach wie vor gelten die selben Regeln wo man ansprechen darf und wo nicht. XING, LinkedIn und andere Plattformen haben dies bereits berücksichtigt. Die Juristen sind nicht ganz einig, ob das tatsächlich ausreichend ist, ich bin hier zuversichtlich. Einer der Speaker hat gemeint: „I don’t care about GDPR“– dem würde ich mich nicht anschließen. 😉

Alle erfolgreichen Sourcer arbeiten mit Candidate Personas und verstehen das Business wirklich!

Die höchsten Response Raten und in weiterer Folge Einstellungen erzielen die Sourcer, die mit Candidate Personas arbeiten und/oder die Sourcer, die das Business wirklich gut kennen bzw. die Kolleginnen und Kollegen aus den Fachbereichen. HR ist in diesem Fall als Sourcer tätig, identifiziert passende Profile und die Führungskräfte sprechen an. Wer jetzt auch auf Candidate Personas setzen möchte (die helfen auch im Recruiting an sich oder für Employer Branding Maßnahmen nicht nur für Active Sourcing) hat in meinem Workshop am 26. Juni die Möglichkeit, die Methode auszuprobieren.

Die Recherche und Identifikation von Profilen ist nicht (mehr) die große Herausforderung.

Die Information ist da, wir können sie mit Hilfe von unterschiedlichen Tools relativ leicht finden. Schwieriger gestaltet sich das Beziehungsmanagement also das Managen der Talentpipe und die kontinuierliche Kommunikation mit potentiellen Mitarbeiterinnen.

Zusätzlich zu den Key Learnings habe ich jede Menge Ideen für künftige Blogbeiträge, Input für mein geplantes Whitepaper zu Active Sourcing und natürlich einige Sourcing Tricks für meine Kundinnen und Kunden mitgebracht! Nächstes Jahr plane ich mit einem „Austria Team“ am Hackathon teilzunehmen – wer kommt mit?

Herzliche Grüße

Claudia

PS: Sie möchten keinen Blogbeitrag verpassen? Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten; oder per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben – damit Recruiting wieder einfach wird.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code