Beispiele für Social Media Recruiting sind bei meinen Vorträgen und Workshops immer sehr gefragt (mittlerweile habe ich schon eine recht nette Sammlung). Ist einmal der Entschluss gefasst, auch Social Media-Kanäle in die Recruitingstrategie miteinzubeziehen (und im Idealfall ist eine umfassende Zielgruppenanalyse durchgeführt worden), steht man schnell vor der ersten Herausforderung: Was soll man posten?

Social Media Recruiting Redaktionsplan lautet die Lösung. Ich habe eine Vorlage als Excel-Tabelle* für das Jahr 2019 vorbereitet und hier kommt die Anleitung, wie die Tabelle am besten zu verwenden ist.

Schritt 1
Reduzieren Sie die Darstellung auf die Plattformen, die Sie auch wirklich bespielen wollen. Wenn ein oder zwei noch unsicher sind, blenden Sie die Spalten einfach vorläufig aus.

Schritt 2
Nehmen Sie Ihren Kalender zur Hand und tragen Sie ALLE relevanten Ereignisse ein, die für Ihre Zielgruppe spannend sein könnten. Das sind Firmenjubiläen, Betriebsfeiern wie zum Beispiel das Sommerfest, Fachmessen, Karrieremessen, Teilnahme an Töchtertagen oder ähnlichen Infoveranstaltungen, Bewerbungsphasen für Lehrlinge, Praktika oder Trainees – einfach alle Daten, die schon feststehen (und meist sind das mehr als man denkt). Sie können jetzt auch im Tabellenblatt „Themenspeicher“ den Link zu den Welttagen anklicken und nochmals durchsehen, ob welche dabei sind, die für Ihr Unternehmen Bedeutung haben.
Diese Termine können Sie wunderbar auf allen Plattformen verwenden, jedes Event zumindest drei Mal: Ankündigung, (Live-)Bericht und Nachberichterstattung.

Schritt 3
Legen Sie die Mitglieder Ihres Redaktionsteams fest und übertragen die Namen in das Tabellenblatt „Auswahl“. Überlegen Sie sich gemeinsam, welche Themenkategorien Sie verwenden wollen. Das können konkrete Jobangebote sein (bitte nicht ausschließlich, das hat mit Social Media Recruiting wenig zu tun), die Vorstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (ein Blick hinter die Kulissen ist immer gefragt) oder auch Know-how, das für Ihre Branche relevant ist. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, bedenken Sie nur, dass die Inhalte Ihre Zielgruppe ansprechen müssen. Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Klick um zu Tweeten Wenn Sie nicht ganz sicher sind, probieren Sie einfach etwas aus, und schauen sich die Reaktionen bzw. Interaktionen an.
Der letzte Punkt ist noch „Status“, das ist vor allem dann hilfreich, wenn mehrere Personen für die Contentplanung zuständig sind. Das Excel Sheet ist jederzeit adaptierbar und sobald Sie eine Weile damit gearbeitet haben, werden Sie merken, was Sie noch ändern müssen, damit der Redaktionsplan gut für Sie umsetzbar ist.

Schritt 4
Jetzt sind alle Vorbereitungen abgeschlossen und es geht (endlich) um die Umsetzung. Zuerst legen Sie fest, wie oft und an welchen Tagen Sie auf welchem Kanal posten. Dann legen Sie fest, an welchem Tag Sie zu welcher Kategorie etwas veröffentlichen wollen. Eine fixe Struktur ist hilfreich bei der Vorbereitung von Content. Eine Kategorie „aktuelle Ereignisse“ oder Ähnliches ist ebenfalls sinnvoll und kann für spontane Ereignisse, News oder Informationen verwendet werden. Effizient ist es, nicht zeitabhängigen Content auf einmal zu kreieren. Also zum Beispiel einen ganzen Tag (kurze) Videos von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu drehen und vorzubereiten.

Jetzt tragen Sie sämtlichen Content, der bereits feststeht und entsprechend geplant werden kann, in die Tabelle ein. Legen Sie die Kategorien an den Wochentagen fest und schon sehen Sie, wie viel Content Sie in welcher Kategorie vorbereiten müssen.

Noch ein paar Tipps und Anregungen zur Contentplanung:

  • (Kurze) Videos und Stories funktionieren derzeit am besten, Bilder besser als reiner Text.
  • Zitate (Achtung Urheberrecht) sind immer noch gefragt.
  • Behind the scenes oder Insights sind gerade für potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spannend.
  • Sie müssen nicht den gesamten Content selbst erstellen:
    Teilen Sie relevante Inhalte von anderen Seiten, Neuigkeiten, Artikel.
    Lassen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Content beitragen. Auf Instagram gibt es das sogenannte #takeover – da sorgen zum Beispiel für einen Tag oder eine Woche einzelne Personen oder Teams für die Inhalte. Lassen Sie doch mal Ihre Lehrlinge, Trainees oder ein Team aus einer Fachabteilung ran.

Ja, das klingt nach Arbeit und das ist es auch. Aber es lohnt sich. Denn nichts ist schlimmer als ein Account, der verwaist ist. Wenn die Zeit für diese Vorbereitung nicht da ist, dann ist es sinnvoller, ganz auf Social Media Recruiting zu verzichten oder die Tätigkeit auszulagern.

Viel Vergnügen bei der Contenplanung! Lassen Sie mich wissen, wenn Sie Karriereaccounts einrichten, ich folge auf jeden Fall – versprochen!

Herzliche Grüße

Claudia

*Zum Newsletter anmelden, Social Media Recruiting-Insider werden und die Vorlage für die Social Media Recruiting Contentplanung 2019 downloaden.

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