Karriere Website heißen der Start und das Ziel im Social Media-Recruiting. Da geben wir uns Mühe und erstellen einen Redaktionsplan, Content für Facebook, drehen Videos, die wir auf YouTube hochladen und fotografieren sogar das Essen in der Kantine für Instagram. Social Media-Recruiting ist doch angesagt oder?

Ja Social Media-Recruiting ist angesagt und als Teil einer zielgerichteten und effektiven Recruitingstrategie nicht mehr außer Acht zu lassen. Trotzdem liegt das Hauptaugenmerk auf der Karriere Website, die leider immer noch sehr oft vernachlässigt wird. Texte sind beliebig austauschbar, von Candidate Experience im Sinne von zurechtfinden keine Spur und viel zu oft ist noch ein Recruitingsystem eingebunden, dass zuerst einmal das Ausfüllen von mehreren Seiten Formular erfordert. Einige Webseiten sind nicht mal responsive – ähem wir haben das Jahr 2018 😉 und alles was auf einem Smartphone nicht lesbar ist, kann man sich getrost sparen. Trotzdem wird nach wie vor in Employer Branding Kampagnen investiert (ich sage nicht, dass die sinnlos ist, ich frage nur nach der Priorisierung), Personalberatungen beauftragt und durchaus auch schon mal Geld für die eine oder andere Social Media Recruiting Kampagne investiert.

Und dann landet die (hoffentlich) künftige Mitarbeiterin auf einer Website, die leider nur dazu beiträgt, genau diese schnell wieder zu verlassen. Mein Praxistipp: beschaffen Sie sich die folgenden 3 Zahlen aus Ihrer IT und/oder Ihrem Marketing:

  • Anzahl der Besuche (Sitzungen)
  • Quelle/Medium
  • Ausstiegsseiten

Ihrer Karriere Website – mit diesen 3 Informationen können Sie sofort optimieren.
Warum ich Ihnen ans Herz lege, die eigene Karriereseite auf Vordermann zu bringen, bevor Sie mit Active Sourcing oder Social Media Recruiting-Aktivitäten starten hat gleich mehrere Gründe.

Sie sollten es Ihren Bewerberinnen so leicht wie möglich machen (den meisten jedenfalls).
Für Positionen für die Sie nach wie vor mehrere 100 Bewerbungen erhalten, dürfen Sie Hürden zur Vorselektion einbauen. Die sollten jedoch Teil des Recruitingprozesses sein und nicht erst gemeistert werden müssen, um sich überhaupt zu bewerben.

Sie sollten sich von keiner anderen Plattform abhängig machen.
Social Media haben viele Vorteile und einen gravierenden Nachteil: sie sind nicht stabil. Die User ändern sind, die Plattformen werden verändert, es kommen ständig neue auf den Markt, andere verschwinden. Dazu kommt, dass es durchaus passieren kann, dass der Unternehmensaccount gesperrt oder gelöscht wird. Wer da nur auf ein Pferd setzt geht ein sehr hohes Risiko ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in einigen Jahren keine Website mehr haben ist jedoch sehr gering.

Sie haben es nirgendwo leichter, sich zielgruppengerecht zu präsentieren und für den sogenannten „joy of use“ zu sorgen. Also eine Website, die wir so angenehm, witzig oder interessant finden, dass wir einfach „hängen bleiben“ bzw. auch gerne wieder zurück kommen. Das das auf einer Karriere Website wohl herausfordernder ist als z.B. bei einem Onlineshop ist verständlich, aber oft reichen schon kleine Verbesserungen. Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Bewerberinnen, überlegen Sie was sie gerne sehen, lesen, hören möchten und fragen Sie Ihre Zielgruppe!
Vergessen Sie nicht, dass alle Ihre Social Media Recruiting-Aktivitäten irgendwann unweigerlich auf Ihre Website führen und wenn hier ein komplett anderes Look and feel, eine andere Tonalität, eine andere Bildsprache als auf Ihren Social Media Kanälen zu finden sind, dann ist das ein Stilbruch, der in wenigen Augenblicken Ihre Bemühungen zunichte macht.

Ihre Karrierewebsite steht also am Anfang und am Ende Ihrer Social Media Recruiting-Strategie. Sie ist das Herzstück Ihrer Social Media Recruiting-Kampagne und trägt maßgeblich zu Ihrem Recruitingerfolg bei. Klick um zu Tweeten

Viel Erfolg bei der Umsetzung!

Herzliche Grüße

Claudia

PS: Sie möchten keinen Blogbeitrag verpassen? Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten; oder per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben – damit Recruiting wieder einfach wird.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code