Das Design Thinking Playbook Rezension

Das Design Thinking Playbook* beschäftigt sich mit traditionellen, aktuellen und zukünftigen Erfolgsfaktoren im Design Thinking. Ich wende Design Thinking seit einigen Jahren besonders gerne an, um die Zielgruppe im Recruiting zu definieren. Dies ist das zweite Buch, das ich zu Design Thinking rezensiere und wieder geht es um den Aspekt: Wie hilfreich ist es einsetzbar, wenn wir neue Wege im Recruiting gehen wollen?

Das Buch richtet sich an Innovationsinteressierte, Macher und Unternehmer, die im Kontext ihrer Arbeit digitale und physische Produkte oder Services gestalten. Da finde ich mich mit meinem Anspruch hinsichtlich Candidate Experience durchaus wieder. Um die Zielgruppe für das Buch noch besser darzustellen, wurden mittels Design Thinking Methoden drei unterschiedliche Personas erstellt, um uns so direkt zur Methode Candidate Personas zu führen. Dieser Methode wird im Buch sehr viel Platz eingeräumt und die Frage „Wie können wir eine Persona entwickeln?“ Schritt für Schritt beantwortet – durchlesen, Material besorgen, loslegen!

Das Buch führt Schritt für Schritt durch einen Design Thinking Prozess: ausgehend vom Mindset bis zum Design Thinking der Zukunft und digitale Transformation.
Für alle, die bereits einen Design Thinking Workshop besucht haben, ist Das Design Thinking Playbook* ein tolles Nachschlagewerk und zugleich eine Möglichkeit zur Erweiterung der bereits eingesetzten Methoden. Ich denke man kann anhand des Buches – sofern Vorerfahrung im Trainings- bzw. Moderationsbereich vorhanden ist – mit guter Vorbereitung einen Design Thinking Workshop anhand der Erläuterungen im Buch moderieren. Trotzdem empfehle ich, sich bei Interesse zuerst in die Rolle der Teilnehmenden zu begeben und selbst einmal an einem Design Thinking Workshop teilzunehmen. Dabei muss es gar nicht um Recruiting gehen, jedes Thema, das eine Antwort auf die Fragestellung „Wie können wir XY verbessern?“ gibt, ist geeignet.

Wer in das Thema einmal hineinschnuppern möchte, dem empfehle ich übrigens meinen Kurz-Workshop im Rahmen der Zukunft Personal Austria am 14.11. von 11:30 bis 12:45 Uhr. Kostenfreie Tickets gibt es demnächst für alle Social Media Recruiting Insider (und das Whitepaper „Mit Design Thinking zur besseren Candidate Experience“ – also wenn das keine Gründe sind, sich für den Newsletter anzumelden, dann weiß ich auch nicht.) 😉

Das Design Thinking Playbook* führt wunderbar durch alle Phasen und das konsequent im Design Thinking Ansatz umgesetzt. Werkzeuge werden vorgestellt, anschaulich dargestellt und der Experten-Tipp liefert oft die Möglichkeit, diese nochmals zu überprüfen bzw. zu ergänzen. Besonders gut gefällt mir die anschauliche Visualisierung, hier ein Beispiel:


Wäre ich nicht schon ein Design Thinking Fan, hätte dieses Buch meine Neugierde jedenfalls geweckt.

Herzliche Grüße

Claudia

 

*Werbelink / Affiliate

Transparenzhinweis: Das Buch wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt, die Rezension wurde nicht entlohnt und ist völlig unabhängig.

77 Tools für Design Thinker – Buchrezension

Ingrid Gerstbach hat mir dankenswerterweise ein Exemplar von „77 Tools für Design Thinker“* zur Verfügung gestellt. Seit meiner Ausbildung als Design Thinking-Teamcoach bin ich immer auf der Suche nach Tools und Methodenbausteinen, die ich in meinen Workshops zu Candidate Persona oder Candidate Journey einbaue.

Das Buch richtet sich an alle, die Design Thinking bereits anwenden. Für Newcomer und interessierte Recruitingverantwortliche habe ich ein 18-seitiges Whitepaper erstellt, das auch ein Workshop Design enthält: „Mit Design Thinking zur besseren Candidate Experience„. Einfach zum Newsletter anmelden, Social Media Recruiting-Insider werden und das Whitepaper downloaden.

Das Buch „77 Tools für Design Thinker“ umfasst über 300 Seiten und ist genau so gegliedert, wie die Phasen im Design Thinking-Prozess.

Zu Beginn beschreibt Ingrid Gerstbach kurz den 4 x 4 Design Thinking-Prozess, den sie entworfen hat, und so zur Problemlösung einsetzt. Jeder Design Thinking-Prozess hat 4 Schritte:

  1. Einfühlen
  2. Definieren
  3. Generieren
  4. Experimentieren

Für jeden Schritt werden unterschiedliche Techniken, die eingesetzt werden können, detailliert beschrieben.

Jede Beschreibung der 77 Tools ist folgendermaßen aufgebaut:

Aufbau Beschreibung der Tools

77 Tools für Design Thinking

Zusätzlich gibt es zu manchen Tools auch eine Info, welches Unternehmen genau diese Methode schon angewandt hat.

Ich habe mir angesehen, ob ich in der Lage bin, schnell die möglichen Methoden für einen Workshop „Candidate Experience“ mit Design Thinking-Elementen herauszufinden. Dazu möchte ich erwähnen, dass es weit mehr als 77 Tools gibt und man viele davon auch in unterschiedlichen Phasen einsetzen kann.

Die beiden Tools „Customer Journey Map“ umgemünzt auf „Candidate Journey Map“ und „Personas“ sind Elemente, die in einem Workshop zur Verbesserung der Candidate Experience nicht fehlen dürfen und die sich auch im Buch finden. Ingrid hat vermutlich, so wie jeder Design Thinker, ihre Vorlieben für Tools und Methoden und so kam die Auswahl zustande. Ich selbst mag z.B. die Now-How-Wow-Ciao-Methode für die Ideenbewertung sehr gerne, die wird bei den 77 Tools nicht berücksichtigt.

Fazit: „77 Tools für Design Thinker“ ist für mich ein anschaulich gestaltetes Nachschlagewerk, das am deutschsprachigen Markt sicher gefehlt hat. Was mir, abgesehen von den Tools an sich natürlich, am besten gefallen hat, ist eine Übersicht aller Tools pro Phase im Inhaltsverzeichnis. So muss ich nicht das ganze Buch durchblättern, sondern kann ganz zielgerichtet eine Methode für die jeweilige Phase auswählen. Wenn es das noch in einem Überblick inklusive Zeitangabe und Gruppengröße gibt, bin ich restlos begeistert.

Wer jetzt Interesse bekommen hat, selbst einen Workshop zur Candidate Experience mit Design Thinking-Elementen durchzuführen, findet im Whitepaper ein entsprechendes Workshop-Design.

Viel Freude bei der Ideengenerierung und dem Erkennen, welches Potenzial der Bewerbungsprozess hinsichtlich Candidate Experience birgt.

Herzliche Grüße

Claudia

*Transparenzhinweis: Das Buch wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt, die Rezension wurde nicht entlohnt und ist völlig unabhängig.

New Work Book von XING: wie die Zukunft der Arbeit das Recruiting beeinflusst

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Im Februar wurde das 113 Seiten umfassende New Work Book von XING veröffentlicht. Experten, Impulse und Praxisbeispiele zum Aufbruch in eine neue Arbeitswelt. Teil 1 meiner „Rezension“ widmet sich dem Thema „Unternehmenskultur“.
 
Thomas Vollmoeller, CEO der XING AG schreibt im Vorwort:  „So fragen sich auch immer  mehr  ältere  Arbeitnehmer,  ob  die  traditionellen   Vorstellungen   von   Arbeitszeit,   Anwesenheit,   Urlaub und Gehalt noch angemessen sind. Kein Wunder, dass praktisch alle Umfragen jüngerer Zeit zeigen, dass Aspekte wie Flexibilität,  Zufriedenheit  und  Sinnhaftigkeit  deutlich  vor  den  Angeboten  klassischer  Anreizsysteme wie Gehalt, Firmenwagen und Titel rangieren, wenn es  um  die  Frage  geht  „Was  ist  Ihnen  im  Berufsleben  wichtig?“.  Es scheint,  das  Leben  bricht  sich  Bahn, und zwar mitten hinein in den beruflichen Lebenslauf.“

Tatsächlich sagen mir ungefähr 2/3 aller Bewerberinnen, mit denen ich mich über ihren „Idealjob“ unterhalte, dass ihnen wichtig ist, dass einerseits ihre Tätigkeit für das Unternehmen aber auch der „Output“ des Unternehmens sinnvoll sein sollen. Flexible Arbeitszeiten und „bitte keine 60 Stunden Woche mehr“ führen die Wunschliste an den Traumjob an.

Für alle, die das New Work Book nicht haben oder sich nicht durch 113 Seiten lesen wollen habe ich hier die Highlights zusammengefasst, die natürlich jeweils von den Autorinnen der Beiträge stammen. Den Passagen, die ich hier zitiere, schließe ich mich jedoch vollinhaltlich an – und gebe noch ein bißchen meinen Senf dazu 😉

Gero Hesse „Unternehmenskultur als zentraler Erfolgsfaktor“
 
… Die demografische Entwicklung führt in vielen Ländern dazu,  dass  sich  –  eine  stabile  Wirtschaftslage  vorausgesetzt  –  Machtverhältnisse  am  Arbeitsmarkt  ändern.  Natürlich nicht  von  heute  auf  morgen,  natürlich  nicht  für  alle  Arbeitskräfte. Wohl aber für hoch nachgefragte Experten oder für nahezu sämtliche ITler oder Ingenieure. Interessant ist, dass vielen CEOs diese Dramatik noch nicht so ganz klar ist. …

Erst vor einigen Tagen habe ich von einer Recruiterin die Aussage gehört „Wir können uns alle Zeit der Welt lassen im Bewerbungsprozess, zu uns wollen die Bewerber sowieso.“ Das mag heute so stimmen und hat wohl für einige Unternehmen noch vor wenigen Jahren auch gegolten. Vielleicht sollte man aber zumindest einmal einen Gedanken daran verschwenden, wie man es in Zeiten, wenn dies einmal nicht mehr der Fall ist (und die kommen, vielleicht nicht morgen und vielleicht nicht flächendeckend aber zumindest für einzelne Funktionen da wette ich) schafft, dass diese Einstellung aus den Köpfen der Recruiterinnen und der Führungskräfte wieder verschwindet?

… Was   macht   also   zukünftig   den   Unterschied?   Richtig,   die  Unternehmenskultur.    Und    hier    vor allem  vor  dem  Hintergrund  der  Frage  aus  Talentsicht,  ob  das  jeweilige  Unternehmen  zu  mir  passt.  Nicht andersherum.  Somit sind  die  größten  Wettbewerber  am  Arbeitsmarkt  zunehmend  nicht  mehr  andere  Arbeitgeber,  sondern  eher  die  Start-up-Branche.  Viele genau derjenigen  digitalen  Talente,  die  von  nahezu  jedem  Unternehmen   händeringend   gesucht   werden,   entscheiden sich für den eigenen Weg mit einem Start-up.  Das ist zwar schlechter  bezahlt,  bietet  aber  weitaus  mehr  Möglichkeiten  für  Selbstverwirklichung  als  ein  Großkonzern  und  oft  viel  direktere Wertschätzung. …

Wie schaffen es also Konzerne und KMU’s authentisch ihre Unternehmenskultur zu vermitteln und genau die Talente und auch Professionals anzusprechen, die vielleicht mit der Start-up-Kultur nichts anfangen können? Welche Möglichkeiten gibt es, sich auch im Großkonzern beruflich zu verwirklichen oder ist das tatsächlich eine „entweder – oder“ Entscheidung? Und zum Thema Wertschätzung müssen wohl in erster Linie Führungskräfte eingesetzt werden, die ihre Mitarbeiterinnen auch wirklich „wert schätzen“.

… Erfolgreiche Organisationen  werden  Unternehmenskultur im besten Sinne als USP für sich deuten müssen. Was macht das Unternehmen besonders, was ist die spezielle DNA? Warum macht die Arbeit in einem bestimmten Unternehmen Spaß? Wird die Sinnebene durch die Arbeit befriedigt? Eine identitätsstiftende Unternehmenskultur  schafft  Motivation  und  kann  ein  Magnet  für  Top-Talente  werden.  Das verbessert  Chancen  im  Recruiting und führt dazu, dass die besten Mitarbeiter bleiben. ….

Liebe Recruitingkolleginnen, könnt ihr diese Fragen für euer Unternehmen beantworten? Können es die Führungskräfte und die Geschäftsführung? Wenn nicht, beginnt doch im nächsten Briefinggespräch für euren Recruitingauftrag genau damit!

Sarah Müller und Daniel Beham „Transparenz am Arbeitsmarkt – darum müssen Unternehmen gläsern werden“

… Die    Erfahrungsberichte schildern  u.  a.  den zwischenmenschlichen  Umgang  und  die  Firmenphilosophie  und  geben  so  einen  Einblick  in  den  Alltag  der  Unternehmen. Diese versuchen nach wie vor häufig, ihre Unternehmenskultur durch aufwendige Hochglanzbroschüren und  Imagevideos  zu  vermitteln.  Authentisch sind  diese  Selbstdarstellungen  nicht  immer. Dabei ist es für Arbeitgeber wichtig, ihre Unternehmenswerte aktiv  zu  leben  und  dann  auch  nach  außen  konsistent  zu  vermitteln,  um  Mitarbeiter zu finden, die das Unternehmen bereichern und zu ihm passen. …

Hochglanzbroschüren mit Stockfotos, dem Diversity Gedanken gerecht werdend – irgendwie scheinen dieselben Menschen in vielen unterschiedlichen Unternehmen zu arbeiten und sie tun auch immer das gleiche: lächelnd um einen Konferenztisch sitzen, voller Begeisterung (worüber auch immer) den Daumen hochhalten oder jubelnd die Fäuste in die Höhe recken. Das alles beobachten Sie sicher auch tagtäglich in Ihrem Unternehmen oder? 😉

… „Passt dieses  Unternehmen  zu  mir?“ sind die Kernfragen, welche die Jobsuchenden  beschäftigen.  …

Auf diese Frage sollten wir im Recruiting jedenfalls vorbereitet sein. Außer natürlich Sie sind in dem einen Unternehmen tätig, das sich alle Zeit der Welt lassen kann im Bewerbungsprozess 😉

… Die top bewerteten Firmen finden sich unter Internet-  und  Multimedia-Unternehmen,  bei  Beratung  und  Consulting  sowie  in  der  EDV-  und  IT-Branche. Diese Branchen zeichnen sich häufig durch flache Hierarchien, klare Entscheidungswege und  ein  hohes  Maß  an  Transparenz  aus  und  heimsen  dafür  Top-Werte  bei  den  Kriterien Kommunikation und Arbeitsatmosphäre ein. …

Dazu muss ich Niccoló Machiavelli zitieren: „Wer will, dass ihm die anderen sagen, was sie wissen, der muss ihnen sagen, was er selbst weiß. Das beste Mittel, Informationen zu erhalten, ist, Informationen zu geben.“ Scheint nach über 500 Jahren immer noch aktuell zu sein.

Julian Vester „Ein Billardtisch allein reicht nicht“
 
… Die Unternehmenskultur  ist  das  Ergebnis  dessen,  was  sich  innerhalb  der  Rahmenbedingungen  abspielt.  Wer die  Kultur  verändern  möchte,  muss  also  die  Rahmenbedingungen  verändern.  …

In den meisten Start-up’s steht doch ein Wuzzler und kein Billardtisch oder? 😉 Ein schwieriges Unterfangen, manche Rahmenbedingungen sind nicht veränderbar, weil zum Beispiel das Arbeitszeitgesetz einschränkt. Aber viele andere könnten verändert werden – wenn der Wille da ist.

… Die entscheidende Rahmenbedingung: In der DNA sollte der Wille verankert sein, dass Arbeit Spaß macht und sinnstiftend  ist.  Denn solange  die  Interessen  zwischen  Inhabern,  Managern  und  Angestellten  nicht einheitlich sind, wird jede Kulturmaßnahme zur Farce. …

In Beratungsprojekten erlebe ich häufig, dass die Interessen durchaus gleich sind. Es scheitert aber am Wissen voneinander. Und solange nicht klar und offen kommuniziert wird, welche Interessen denn eigentlich verfolgt werden braucht es auch keine (weitere) Kulturmaßnahme.

… New Work heißt für mich nichts anderes, als Eitelkeiten abzulegen. Das zu tun, was sinnvoll ist. Und dabei den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen ist wohl das absolute Idealbild: Jobs, die abhängig von der aktuellen Lebenssituation gestaltbar sind. Welcome in der New Work!

Stanley Dodds über Mitbestimmung bei den Berliner Philharmonikern

… Die 1882  gegründeten  Berliner  Philharmoniker  sind  weltweit  das  einzige  Spitzenorchester,  das  seinen  Chefdirigenten  selbst  wählen  kann.  124 fest  angestellte  Musiker  sind  stimmberechtigt  und bestimmen in geheimer Wahl ihren Chefdirigenten. …

Zum Abschluss möchte ich noch anregen, wie es denn wäre, wenn morgen mal alle Mitarbeiterinnen darüber abstimmen, wer denn jetzt die Chefin oder der Chef ist. In geheimer Wahl natürlich. Oder vielleicht lieber heute, man kann ja dann sagen, dass es nur ein Aprilscherz ist 😉

Teil 2 folgt, wir sollten doch alle auch noch ein wenig arbeiten und nicht nur Blog lesen (oder schreiben 😉

Herzliche Grüße
Claudia

Praxistest: JobSwipr – Tinder für Jobs

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Digitale Technologien entwickeln sich mit exponentieller Geschwindigkeit, Innovationen schaffen neue Märkte und natürlich digitale Produkte. Im HR Bereich gibt es aktuell einen regelrechten Boom an innovativen Lösungen. Im März habe ich bereits Jobclipr auf die Umsetzbarkeit in der Praxis getestet, im Herbst gab es einen kurzen Überblick über Neuerungen in der HR Szene (mit Fokus auf Recruitinglösungen), Prescreen wurde schon unter die Lupe genommen und zuletzt gab es einen Bericht über die erste digitale Karrieremesse Österreichs. Heute gibt es wieder einen Praxisbericht, wir haben JobSwipr getestet – natürlich aus allen relevanten Blickwinkeln. Hier das, für mich doch sehr überraschende, Ergebnis. 
Erst heuer gegründet, möchte das Team von JobSwipr den Bewerbungsprozess künftig revolutionieren und setzt dabei auf das Tinder Prinzip.
Starten wir mit einer kurzen Erklärung, Karl Edlbauer, einer der Gründer, hat mir einige Fragen beantwortet:
Was unterscheidet JobSwipr von ähnlichen Produkten am Markt?
Im Gegensatz zu klassischen Web-basierten Karriere Portalen bieten wir Unternehmen erstmals die Möglichkeit, Kandidaten auch direkt per App am Smartphone anzusprechen und sich innovativ mit einem Unternehmens-Profil darzustellen.
Im Gegensatz zu aktuellen Job Apps bieten wir Jobsuchenden erstmals die Möglichkeit nicht nur die passenden Jobs direkt am Smartphone zu finden, sondern auch direkt seine Bewerbungsunterlagen zu versenden. Dabei müssen nur einmalig die Bewerbungsunterlagen per Xing, LinkedIn oder PDF Lebenslauf erfasst werden. Außerdem garantieren wir durch unseren Fokus auf Einstiegsjobs und Praktika, dass Jobsuchende ausschließlich relevante Jobs bei uns finden.
Dabei landen die Bewerbungsunterlagen direkt in einem von uns zur Verfügung gestellten Recruiting Tool, wo sämtliche Informationen übersichtlich dargestellt werden. Dort können Unternehmen dann auch weitere Aufgaben stellen (Video, Text, etc.) um Kandidaten vorab bereits besser kennen zu lernen und eine bessere Entscheidung in der Kandidatenauswahl treffen können. Wir bieten eine direkte Kommunikation zwischen Jobsuchenden und Unternehmen die den gesamten Recruiting Prozess effizienter gestalten lässt.
Sind noch weitere Funktionen geplant und wenn ja, welche? 
Aktuell bereits in einer Testphase bieten wir Unternehmen demnächst die Möglichkeit gezielt die passenden Kandidaten auf Basis von Ausbildung, Erfahrung oder bestimmten Kenntnissen anzusprechen. Wir entwickeln einen Algorithmus der auf Basis der persönlichen Interessen und des persönlichen Verhaltens jedem Jobsuchenden den passenden Job vorschlagen kann. Außerdem möchten wir schon eine direkte Chat Funktion für Unternehmen und Jobsuchende implementieren.

 

Wer ist die JobSwipr Zielgruppe? 
Auf der Seite der Jobsuchenden fokussieren wir uns aktuell auf Studenten, Absolventen und Young Professionals (bis zu 5 Jahre Berufserfahrung) und haben heute bereits mehr als 4.500 aktiv Jobsuchende auf unserer Plattform. Diese Zielgruppe soll nach und nach auf auf Jobs mit mehr Erfahrung ausgeweitet werden. Auf der Seite der Unternehmen fokussieren wir uns auf sowohl auf die großen Konzerne, als auch auf KMUs, EPUs und Startups. Mit unserer Plattform möchten wir jedes Unternehmen, egal welcher Größe, mit den besten Kandidaten verbinden. Aktuell sind bereits mehr als 40 Unternehmen auf unserer Plattform und wir freuen uns tägliche weitere Unternehmen unterstützen zu können.
Wie kam es denn ursprünglich zur Idee für JobSwipr? 
Mit eigener Erfahrung mussten wir feststellen, wie mühsam und ineffizient der Prozess der Jobsuche und Bewerbung, als auch das Finden der passenden Kandidaten für Unternehmen ist. Genau das möchten wir mit JobSwipr ändern und freuen uns sehr über ihr Feedback, mit dem wir unsere App jeden Tag ein Stück verbessern wollen.
Gründer und Geschäftsführer Daniel Laiminger, Karl Edlbauer und Simon Tretter
Kontakt:
JobSwipr GmbH
Mölker Bastei 3/Tür 4
1010
Wien
+43 (0) 677 616 329 45
office@JobSwipr.com
In schon gewohnter Weise hat sich Kenny als User zur Verfügung gestellt, hier seine Eindrücke:
Von JobSwipr habe ich schon einiges gehört und nun habe ich mir endlich die Zeit genommen, diese App ordentlich zu testen. Jobsuche per Smartphone geht schnell und man kann man immer und überall nach neuen Stellen Ausschau halten, egal ob im Wartezimmer beim Arzt, in der U Bahn oder auch aus Langeweile ;-).
JobSwipr bietet nun aber nicht nur die Möglichkeit, sich einen Überblick am Markt zu verschaffen, sondern man kann sich gleich auf eine Position zu bewerben! Eine Registriererung auf JobSwipr ist allerdings nur möglich, wenn man einen Account auf Facebook, Google+, LinkedIn oder Xing hat. Das funktioniert dann ganz unproblematisch und  schnell.
Ich selbst habe mich mit meinem Xing-Account eingeloggt, da JobSwipr meinen Lebenslauf von Xing automatisch importiert. Dieser lässt sich auch mit der App öffnen und manuell ändern.  Hat man seinen Lebenslauf als PDF-Datei , reicht ein Klick und JobSwipr sendet per E-Mail einen Link zum Hochladen dieser Datei. Bei mir hat dies problemlos funktioniert und ich hatte sofort eine PDF-Datei auf meiner JobSwipr-App.
Die Handhabung der App ist leicht verständlich. Zuerst gibt man im Filter die entsprechenden Parameter des gesuchten Jobs ein und danach schlägt die App eine Stelle nach der anderen vor. Der Aufbau dieser Stellenausschreibungen ist sehr übersichtlich. So sieht man bereits auf den ersten Blick, welches Unternehmen sucht, wo der Arbeitsplatz ist, welche Anstellungsart und das Gehalt. Besonders gut gefallen hat mir, dass bei manchen  Unternehmensstandorten in Wien sogar die nächstgelegene U-Bahnstation angezeigt wird. Das hätte mir schoon oft die Recherche nach dem Anfahrtsweg erspart! Ist eine Stelle interessant, findet man unter der Stellenausschreibung meist ein Unternehmensvideo und/oder ein Link zum Unternehmen, um sich dieses noch genauer zu informieren.
Hat man sich die erste Stelle angesehen folgt das Tinder-Prinzip: Hat man kein Interesse kommt man mit einem Wisch nach links zur nächsten Stellenausschreibung, mit einem Wisch nach rechts, kann man sich direkt bewerben. Neben dem Wischen gibt es übrigens auch die Möglichkeit zwei entsprechende Buttons zu verwenden.
Ansicht und Bedienkomfort sind meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt!
Leider ist die Anzahl von Stellenausschreibung noch sehr überschaubar. Wenn ich also einen kompletten Überblick über für mich relevante Stellen haben möchte, reicht JobSwipr alleine nicht aus.  Man kann sich auch nur bei extra gekennzeichneten Stellenanzeigen mit dem eigenen JobSwipr-Profil bewerben. Ist eine Stelle nicht als derart gekennzeichnet, öffnet sich mit einem Wisch nach rechts lediglich die Bewerberseite des Unternehmens und ich hatte keine Möglichkeit, mich mit meinem Profil zu bewerben sondern musste erneut meine Daten auf dem Portal eingeben.
Bei dem Versuch, mich für Job mittels meinem JobSwipr-Profil zu bewerben, stürzte die App leider ständig ab und schloss sich von selbst. Auch nach einer Deinstallation und Reinstallation sowie Aktualisierung der App und Neustart meines Smartphones funktionierte das Bewerben mit dem JobSwipr-Profil nicht. Offensichtlich habe ich einen schlechten Tag erwischt, denn im App-Store gibt es eine wirklich gute Bewertung …
Fazit:  die Idee ist toll, die App übersichtlich und bedienungsfreundlich. Aufgrund der noch zu geringen Anzahl an passenden Stellen muss ich aber auch weiterhin alternative Plattformen für die Jobsuche nutzen. Leider hat das einfache und direkte bewerben mit dem JobSwipr-Profil bei mir nicht funktioniert und den Link zu einer Unternehmensplattform, wo ich womöglich meine Lebenslaufdaten mit dem Smartphone eintippen muss, sehe ich nicht als Vorteil.
Einige „meiner“ Studentinnen haben JobSwipr auch getestet und gemeint, dass sie es sehr schade finden, dass es keine passenden Jobs (Studium Clinical Engineering) gibt. Sie möchten
auf jeden Fall am Smartphone suchen, für die Bewerbung an sich aber dann doch eine Desktop Lösung bevorzugen.
Sind denn hier die Recruiterinnen ihrer Zeit voraus?
Ich habe auch Rückmeldung einer Recruiterin von einem Unternehmen erhalten. Frequentis hat schon im Sommer 2 Praktikums-Stellen über JobSwipr ausgeschrieben, damals leider noch ohne Rücklauf, da die Jobsuchenden wohl noch nicht informiert waren. Seit einigen Tagen gibt es nun einen neuen „Anlauf“ und ich bin gespannt auf die Rücklaufquote.
Wir bleiben dran und werden im nächsten Jahr auch nochmals einen eigenen Testlauf starten!
Apropos Testlauf: für 2016 sind schon die nächsten Praxistests in Planung – Sie
dürfen gespannt sein!
Herzliche
Grüße Claudia

Im Praxistest: Presceen Bewerbermanagement aus der Cloud

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Wie angekündigt möchte ich auch weiterhin innovative Tools, die im Recruiting eingesetzt werden können in der Praxis testen. Nach Jobclipr und einem ersten Überblick über Software und Apps aus Österreich steht heute Prescreen am Programm. Und künftig werden alle Tools von 2 Seiten beleuchtet, nämlich aus Sicht der Bewerberinnen und aus meiner (Recruiting-)Sicht!
Und damit legen wir auch gleich los. Es berichtet Kenny, der sich für recruitingpraxis über Prescreen beworben hat:
Schon auf der ersten Seite zeigt sich für mich, das Prescreen sehr benutzerfreundlich ist. Das Design wurde schlicht und einfach gehalten. Rechts befindet sich eine Fortschrittsanzeige. Damit weiß der Bewerber jederzeit, im welchem Abschnitt des Bewerberprozesses er sich befindet. Dies alles trägt zur einer klaren Übersicht bei und ich habe mich sofort zurecht gefunden.
Lebenslauf
Was mir sehr gut gefällt, ist die Option, den Lebenslauf von meinem Xing-Profil zu importieren. Dies erspart mir das langwierige Eintragen meiner Ausbildungen und Erfahrungen, das nach vielen Onlinebewerbungen für mich inzwischen zu einer Tortur geworden ist. Weiteres gibt es die Option, eine Datei (Word oder PDF) hochzuladen. Prescreen liest den
Inhalt dieser Datei aus und trägt diesen automatisch in den Prescreen-Lebenslauf ein. Leider hat das bei meinem Lebenslauf nicht zu 100 % funktioniert (eher 40 %). Die Inhalte wurden meist falsch eingetragen und oft hat die Software zwischen Ausbildung und Erfahrung nicht unterscheiden können. Ich habe deshalb den Lebenslauf manuell eingetragen, dies war wesentlich
schneller als die Nachbearbeitung und Korrektur. Leider gibt es nicht die Möglichkeit, seinen Lebenslauf ohne automatische Übertragung als Datei hochzuladen, das fände ich toll.

Kompetenzen

Bei der Eingabe der Kompetenzen hilft die Software mit einigen eher ähnlichen Vorschlägen. Hier ist für mich aber die Frage, ob dies wirklich eine Hilfe ist oder eher eine Last. Beim Eintragen der Socialskills neigt man z.B. dazu, die ganzen Hilfsvorschläge in Anspruch zu nehmen. Am Ende stehen dann sehr viele Kompetenzen, die, für ein Unternehmen wahrscheinlich unübersichtlich und wenig aussagekräftig sind.
Profilbild
Beim Einfügen des Profilbildes hat mir sehr gut gefallen, dass ich mein Bild selbst zurechtschneiden konnte und somit ungünstige Schnitte vermieden werden.
Fazit
Alles im allen ist Prescreen für mich aus Bewerbersicht eine einfache und unkomplizierte Software. Ich habe mich sofort zurecht gefunden. Durch das Importieren des Xing-Lebenslaufes ist die Bewerbung mit einigen Klicks rasch und bequem erledigt. Gut fände ich noch die Möglichkeit, meinen selbstgestalteten Lebenslauf hochzuladen, ohne dass dieser von der Software automatisch
umgewandelt wird.
Ich selbst habe Prescreen eingesetzt. Aus Datenschutzgründen kann ich bei meinem Bericht keine Screenshots einfügen! Warum ich mich (nach eingehenden Überlegungen) dafür entschieden habe:
  • Mobilität: Ich habe vom Büro, von zu Hause, von unterwegs (auch am Handy) Zugriff auf das System.
  • Intuition: Prescreen ist intuitiv aufgebaut und das funktioniert bis auf wenige Ausnahmen, wo ich ein wenig Zeit gebraucht habe, mich zurechtzufinden wie zum Beispiel, den „Abschluss“ einer Position, wirklich gut.
  • Integration und Anpassung an das Corporate Design: die Integration hat mit Support von Prescreen im Verhältnis zu anderen Systemen extrem schnell geklappt.
  • One Click Bewerbung für Kandidatinnen, mühsame Portale gibt es schon genug!
  • Die Möglichkeit, ein Online-Assessment anzubieten.
  • Das wirklich gute Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Die Möglichkeit, selbst Kandidatinnenprofile anzulegen (wenn zum Beispiel doch eine Bewerbung per E-Mail einlangt).
Was ich, da ich diese Funktionen kaum bis gar nicht nütze, da sie für meinen Zugang zur Beratung nicht relevant sind, nicht beurteilen kann sind die Möglichkeiten zur Auswertung und Analyse. Aber alleine, dass sie vorhanden sind ist für mich ein weiterer Pluspunkt. Sehr hilfreich ist jedenfalls die Auswertung „Applicant Aquisition Channels“, die nicht nur die Quellen der Bewerbungen anzeigt sondern auch, wie viele Kandidatinnen sich in welchem Zeitraum beworben, aber auch wie viele den Prozess abgebrochen haben. Weitere Standardreports sind noch „Applicant
Status“ und „Time to hire“. Was bisher (und hoffentlich auch weiterhin) sehr gut funktioniert hat ist der Support durch das Prescreen Team.
Natürlich gibt es auch Wünsche bzw. Verbesserungsvorschläge:
  • Tags – es gibt die Möglichkeit, die Kandidatinnenprofile zu taggen. Das wäre sehr hilfreich, muss jedoch (zumindest zurzeit) vorab von Prescreen extra eingerichtet werden. Man kann (und soll) mit den Kandidatinnen direkt über Prescreen kommunizieren, dafür kann man auch zahlreiche Vorlagen wie z.B. Terminbestätigungen anlegen. Was leider nicht möglich ist, sind E-Mails z.B. aus Outlook dranzuhängen. Viele Bewerberinnen kommunizieren lieber direkt via Mail.
  • Das Online Assessment kann für jede Position optional angelegt werden, muss jedoch, wenn es aktiviert ist durchlaufen werden, bevor die Bewerbung abgeschlossen ist. Natürlich ist das sinnvoll, wenn das AC vor einem möglichen Gesprächstermin gemacht wird aber toll wäre es, wenn es auch zu eine späteren Zeitpunkt als die Bewerbung an sich gemacht werden könnte. Einige Bewerberinnen brechen an dieser Stelle den Bewerbungsvorgang ab weil es ihnen zu zeitaufwendig ist.
  • Was mich tatsächlich am meisten stört ist, das Prescreen nachdem der Bewerbungsprozess abgeschlossen ist, eine automatische Nachricht an Bewerberinnen sendet. Bei dieser scheint Prescreen als Absende auf und nicht mein Unternehmen. Ausserdem ist der Text nicht von mir sondern ein Standardtext. Ich schicke daher noch eine gesonderte Benachrichtigung aus. Diesen Zwischenschritt könnte man sich vielleicht auch sparen.
  • Und wenn wir schon „wünsch dir was“ spielen: es gibt bei der Nachrichtenfunktion die Möglichkeit, einen Event (= Termin) anzulegen, hier wäre eine direkte Übernahme in meinen Outlook Kalender eine wirklich effiziente Maßnahme.

Alles in allem kann ich nach einigen Monat im Einsatz nur sagen, dass ich mich für das richtige System für meinen Bedarf entschieden habe.

Und damit im Praxistest wirklich alle Perspektiven eingenommen werden, kommt Nicolas Vorsteher (Founder, Sales & Marketing) von Prescreen auch noch zu Wort:
Was unterscheidet Prescreen aus eurer Sicht von anderen Bewerberinnenmanagementsystemen?
Mit Prescreen kann heute noch jeder sofort starten seinen gesamten Recruitingprozess abzubilden, Stellen anzulegen, auf Jobbörsen zu veröffentlichen, Bewerber zu verwalten und mit diesen zu kommunizieren. Bei keinem anderen System hast du das alles so schnell abgebildet. Die „vereinfachten“ Systeme der Konkurrenz, geben den Kunden nicht die Möglichkeit komplexe Strukturen, Prozesse/Workflows und Hierarchien selbst zu installieren. Zu unseren Kunden zählen wir Startups genauso wie die Großbank mit über 10.000 Mitarbeitern. Unser Service ist EUROPÄISCH 1A, ebenso unsere Server und das Design unerreicht intuitiv.
Sind weitere Funktionen bzw. Verbesserungen in Planung?
Ja, zum Beispiel Selfservice von allen Einstellungen bis Jahresende. Gratis Buchung von allen gratis Stellenbörsen bis Jahresende. Statistiken, die man sich selbst zusammenbaut (Q1 2016). Dieses Jahr werden außerdem noch 2 große neue Funktionen kommen. Nähere Infos dazu gibt es in den nächsten Monaten.
Gibt es DIE Prescreen Zielgruppe?
In erster Linie wollen wir KMUs die Möglichkeit geben, moderne Technologien im HR Prozess einzusetzen. Auf Grund der stetigen Weiterentwicklung von Applikationen, können es sich heute nicht nur Großunternehmen leisten, Lösungen an ihre Bedürfnisse anzupassen und zu integrieren.
Na da bin ich gespannt, vielleicht wird der eine oder andere Wunsch von mir ja auch erfüllt, ich werde bei Gelegenheit wieder darüber berichten!
Herzliche Grüße Claudia

Österreichs HR Szene im start up Fieber

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Kununu hat schon gezeigt wie’s funktioniert, dann kam whatchado und jetzt? In Österreich ist nicht nur der allgemeine start up boom ausgebrochen, besonders im HR Bereich gibt es einige innovative Entwicklungen.
Schauen wir kurz zurück:
Kununu, gegründet vor 7 Jahren mit dem Ziel „eine Plattform zu etablieren, die es Bewerberinnen ermöglicht, Einblick in den Arbeitsalltag von Unternehmen zu erhalten“. Mittlerweile gehört kununu zur XING
AG und beschäftigt 60 Mitarbeiterinnen und ist auch in Deutschland und in der Schweiz aktiv.
Whatchado, gegründet vor 3 Jahren mit dem Ziel „Berufsmöglichkeiten zu entdecken, die zu dir passen.“ Aktuell sind über 30 Mitarbeiterinnen bei whatchado beschäftigt, es gibt aktuell über 4.000 Videos in 8 Sprachen und die
Erfolgsstory geht wohl noch weiter.
Beide Plattformen hatten und haben wesentlich Einfluss auf die Recruiting- und Personalmarketingszene in Österreich. Grund genug, einmal zu schauen, was es sonst so neues am Markt gibt. Heute gibt es eine
Kurzübersicht, in den nächsten Wochen wird es auch Praxistests geben. Neu ist, dass ich bisher eher aus Sicht der Recruiterinnen berichtet habe. Ab sofort gibt es auch immer die Sichtweise der Bewerberinnen (was nützt es denn wenn das Tool oder die App aus Recruiting Sicht SUPER ist aber die Bewerberinnen kommen nicht zurecht damit – Stichwort „Zielgruppe“ 😉 eben!).
Hat sich wirklich seit 3 Jahren nichts getan? Doch, ein paar Neuerungen gibt es. Es gibt
  • Apps
  • Software
  • Portale
Und alle haben das Ziel, den Recruitingprozess zu vereinfachen, nein zu revolutionieren natürlich! Ob dies gelingt, wird sich zeigen, ich bin neugierig und bleibe dran!
Legen wir los – mit einer Grafik, die eine erste Übersicht darstellt (ich habe nur Tools, Software, Apps berücksichtigt, die im Recruitingprozess verwenden werden können): 
 

Name App/SW Jobssuche Bewerben Profil erstellen mobil PC Dateien anfügen Merken-Funktion
instapp Software X X X X X X
JobSwipr App X X X X X X
AMS Job APP App X X
instant.jobs App X X X
Standard Job APP App X X X
jobabc.at Software X X X X
prescreen Software X X X X X

Und hier die Tools, Apps & Portale im Überblick: 

Prescreen – das E-Recruiting der Zukunft

Prescreen ist eine cloud-basierte E-Recruiting-Lösung,
mit der Sie Ihre Stellenanzeigen schnell online und offline veröffentlichen
können und allen Kandidaten die Möglichkeit bieten, sich direkt online für
offene Stellen zu bewerben. Prescreen sammelt alle Bewerbungen an einem Platz,
analysiert die Daten und hilft Ihnen bei der Auswertung. Zeit- und
arbeitsintensive Prozesse werden dadurch effizienter gestaltet. Verwalten Sie alle Bewerberinformationen an einem Ort und bilden Sie Ihren Recruitingprozess ab. Prescreen hilft Ihnen dabei, höhere Bewerberzahlen zu erzielen. Über eine Multiposting-Schnittstelle veröffentlichen Sie Ihre Stellenanzeige gleichzeitig auf allen Stellenbörsen Ihrer Wahl – zu unschlagbar guten Konditionen. Prescreen lässt sich einfach in Ihre Website integrieren und an Ihre Designwünsche anpassen. Alle Jobinserate, die Sie mit Prescreen erstellen, sind sofort auf Ihrer Karriereseite verfügbar und für Bewerber einsehbar. Natürlich mobile-ready, also auch auf Smartphones und Tablets!

Jobswipr
Tinder für Jobs

Die App für einfache Bewerbung bei den besten Jobs. Finde die besten Jobs und bewirb dich direkt mit einem Klick. Erledige den gesamten Bewerbungsprozess einfach am Smartphone und werde zum Interview eingeladen.
Instapp – One Click Bewerbung

Trage Deine Daten einmal ein, und nutze sie für alle
Bewerbungen. Von daheim oder unterwegs, jederzeit und immer dabei! Mit wenigen Klicks
legst Du ein neues Profil an und kannst es dann laufend erweitern. Mit der Zeit
entsteht ein umfassendes Bild Deiner Kompetenzen, das jederzeit sendebereit
ist.

  • Verwalte Deine Bewerbungen mit instapp
  • Gestalte ein aussagekräftiges Profil
  • Neben Hard Facts auch Soft Skills durch
    integrierte Kompetenzanalyse
  • Merke Jobs vor und bewirb Dich one-Click
  • Kommuniziere mit dem Unternehmen
  • Vereinfache Deine Bewerbungsaktivitäten

instapp bringt effizienteres Recruiting

Bewerber sind längst mobil, profitieren Sie davon und
erhalten Sie bessere Daten – und dadurch leichter verarbeitbare Bewerbungen.

Anmerkung: befindet sich noch im Beta Test

instant.jobs – Der mobile Job-Alarm

Wenig Zeit? Viele Dinge
gehen im hektischen Alltag unter. Leider oft auch der Blick für neue Chancen
und Herausforderungen. Kurz: Für den perfekten Job! karriere.at instant.jobs
hält die Augen für Sie offen. Einmal Wunschjob angeben und laufend über
passende Jobs informiert werden – ganz ohne zu suchen!
AMSJOB App – Service für Arbeitsuchende

 

Schnell und
einfach mit dem Smartphone eine neue Stelle finden!Die kostenlose AMS JOB APP liefert Ihnen alle Stellenangebote aus dem AMS eJob-Room
direkt auf Ihr Smartphone.
Finden Sie aktuelle Jobs oder Lehrstellen
und lassen Sie sich über neue passende Stellen mit Push-Nachrichten benachrichtigen.
Ihre Vorteile im Überblick:
  • Ohne Registrierung und kostenlos: Alle Funktionen der APP ohne Registrierung nutzen
  • Push-Nachrichten:  Auf Wunsch täglich über neue Stellen benachrichtigt werden
  • Umkreissuche:  Jobs in Ihrer unmittelbaren Nähe finden
  • Durchgeführte Suchen speichern
  • Gefundene Jobs merken
  • AMS Standorte finden

JobStandard-App – App und mobile Version von standard.at/karriere

Schnell und kostenlos von unterwegs auf Stellenangebote von derStandard.at/Karriere zugreifen. Einen neuen Job suchen, den nächsten Karriereschritt planen oder einfach nur den Markt sondieren: Mit der kostenlosen JobStandard-App von derStandard.at/Karriere wird es noch einfacher, von unterwegs auf alle Stellenangebote von derStandard.at/Karriere zuzugreifen. Verfügbar ist die App in einer iPhone- und einer Android-Version sowie einer mobilen Version für alle anderen Smartphones. Die Navigation serviert alles auf einen Blick, die Bedienung ist simpel. Jobs suchen können Sie nach Kriterien wie Berufsfeld, Branche oder dem gewünschten Ort, zuvor durchgeführte Suchen lassen sich erneut ausführen, die Filtereinstellungen können rasch geändert werden. So sind die zahlreichen Stellenangebote, die täglich auf derStandard.at/Karriere veröffentlicht werden, jederzeit mobil verfügbar. Neben Jobs bietet die App auch aktuelle Karriere-News und Tipps bei Bewerbungen.

jobABC.at
regional zur Stelle!

Auf jobABC.at finden Sie offene Jobs, Lehrstellen sowie Arbeitgeber aus ganz Österreich mit Filmporträts – und das mit nur wenigen Klicks!Das Jobportal präsentiert offene Jobs und Lehrstellen sowie Arbeitgeber aus ganz Österreich mit Fokus auf Regionalität. Angehende Lehrlinge, Jobsuchende und Wechselwillige aus allen Tätigkeitsbereichen werden durch jobABC.at mit Arbeitgebern aus den unterschiedlichsten Branchen zusammengeführt.

 

Hinweis: alle Texte wurden von den jeweiligen Websites übernommen!
Gar nicht so einfach, da den Überblick zu behalten! Aber keine Panik – recruitingpraxis hilft.
Wir werden in den kommenden Wochen alle Neuerungen auf Herz und Nieren überprüfen und darüber
berichten! Übrigens: falls ich die eine oder andere App vergessen habe freue ich mich über entsprechendes Feedback!

 

Herzliche Grüße
Claudia