Sourcing Summit 2018 – meine Key Learnings

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Den Sourcing Summit gibt es bereits seit 2011. Seither findet er nicht nur in Australien statt (von dort stammt der Gründer Phil Tusing) sondern weltweit. Da ich es 2017 nicht zum 1. Sourcing Summit in Deutschland nach Mainz geschafft habe, habe ich mir gleich nach Bekanntgabe des Termins für 2018 diesen im Kalender eingetragen und habe 2 Tage in München verbracht.

Mehr als 300 Personen aus der DACH Region haben teilgenommen, davon nur eine kleine Anzahl aus Österreich (10 um genau zu sein). Das Speaker Line up war international besetzt, das Programm sehr dicht. Man hatte parallel jeweils die Auswahl aus drei Programmpunkten und das war wirklich schwierig, ich habe auf jeden Fall noch einiges verpasst. Die Agenda war vielfältig: von den „Hindernissen semantischer Suchmaschinen“ über „wie binde ich Manager in den Sourcing Prozess ein“ bis „Aufbau eines Sourcing-Teams in der Praxis“ und einer Sourcing Challenge – alles dabei! Mir (und einigen anderen) hat eine Abend Session und zwar das „Sourcing Lab“ sehr gut gefallen: ca. 100 Sourcer, die sich gegenseitig ihre Tipps und Tricks verraten, Fragen stellen und im direkten Austausch voneinander lernen!

Fotocollage vom Sourcing Summit 2018

Die Inhalte der Vorträge und Workshops, an denen ich teilgenommen habe, in einen Blogbeitrag zu packen ist schlicht weg unmöglich, aber ich habe hier meine Key Learnings zusammengefasst:

Den einen richtigen Active Sourcing Weg gibt es nicht!

So unterschiedlich wie wir Menschen sind, so unterschiedlich sind die Active Sourcing Strategien, mit denen gearbeitet wird. Die einen schicken direkt eine Kontaktanfrage, die anderen lieber nur eine Nachricht. Eine schreibt kurz und knackig „das ist der Job – interessiert ja oder nein“ die andere möchte lieber einmal unverbindlich in Kontakt kommen. Die eine schickt niemals follow up Mails die andere immer. Und das schönste an der ganzen Sache: alle sind erfolgreich! Jede auf ihre Weise, jede wie es ihr entspricht.

Active Sourcing hat viel mehr mit Persönlichkeit und Mindset zu tun als mit Tools.

Tools sind hilfreich und können uns Zeit ersparen aber das allerwichtigste ist unsere Persönlichkeit. Um erfolgreich zu sein, braucht es die richtige Einstellung und Emotion.

Tools es gibt unzählige am Markt.

Viele sind kostenfrei, manche kosten etwas, die meisten sind für die Identifikation von Profilen einsetzbar. Nicht alle sind DSGVO konform sind, daher am besten immer bei den Nutzungsvereinbarungen nachlesen. Wenn z.B. die Datenspeicherung unklar ist, dann ist meine klare Empfehlung: lieber Finger weg.

Die DSGVO bedeutet nicht das Ende von Active Sourcing!

Die DSGVO regelt, wie mit den Daten umgegangen wird, und hier gibt es keine Unterschiede zu Recruiting. Nach wie vor gelten die selben Regeln wo man ansprechen darf und wo nicht. XING, LinkedIn und andere Plattformen haben dies bereits berücksichtigt. Die Juristen sind nicht ganz einig, ob das tatsächlich ausreichend ist, ich bin hier zuversichtlich. Einer der Speaker hat gemeint: „I don’t care about GDPR“– dem würde ich mich nicht anschließen. 😉

Alle erfolgreichen Sourcer arbeiten mit Candidate Personas und verstehen das Business wirklich!

Die höchsten Response Raten und in weiterer Folge Einstellungen erzielen die Sourcer, die mit Candidate Personas arbeiten und/oder die Sourcer, die das Business wirklich gut kennen bzw. die Kolleginnen und Kollegen aus den Fachbereichen. HR ist in diesem Fall als Sourcer tätig, identifiziert passende Profile und die Führungskräfte sprechen an. Wer jetzt auch auf Candidate Personas setzen möchte (die helfen auch im Recruiting an sich oder für Employer Branding Maßnahmen nicht nur für Active Sourcing) hat in meinem Workshop am 26. Juni die Möglichkeit, die Methode auszuprobieren.

Die Recherche und Identifikation von Profilen ist nicht (mehr) die große Herausforderung.

Die Information ist da, wir können sie mit Hilfe von unterschiedlichen Tools relativ leicht finden. Schwieriger gestaltet sich das Beziehungsmanagement also das Managen der Talentpipe und die kontinuierliche Kommunikation mit potentiellen Mitarbeiterinnen.

Zusätzlich zu den Key Learnings habe ich jede Menge Ideen für künftige Blogbeiträge, Input für mein geplantes Whitepaper zu Active Sourcing und natürlich einige Sourcing Tricks für meine Kundinnen und Kunden mitgebracht! Nächstes Jahr plane ich mit einem „Austria Team“ am Hackathon teilzunehmen – wer kommt mit?

Herzliche Grüße

Claudia

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Future of work 2018 Nachbericht

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Future of work, ist ein HR-Kongress, der seit 2012 jedes Jahr im Frühjahr stattfindet. Ich selbst habe es leider noch nie geschafft, dabei zu sein, aber seit 2016 berichtet Barbara immer vom Event und stellt ihre Infos als Gastbeitrag für meinen Blog zur Verfügung. Die Themen der Vorträge und Workshops waren heuer sehr unterschiedlich, von agil bis zukunftsorientierte Arbeitswelt alles dabei 😉

Vom 14.-15.03.2018 versammelten sich wieder zahlreiche Personalisten in Stegersbach zum jährlichen Future of Work. Elmar Rodler und Franz Kühmayer bezeichnen es als Klassentreffen der HR-Branche und wenn man bereits zum dritten Mal teilgenommen hat, kann man dies nur bestätigen.

Nach den Eröffnungsworten der beiden Herren war es klar, Wandel, Transformation, digital leadership, agility sind die buzzwords der heurigen Veranstaltung.
Beim Future Talk haben die Vertreterinnen und Vertreter der Firmen Metro und Prinzhorn Holding mit Josef Buttinger die zukünftigen Rollen des HR diskutiert. HR ist meist für alles verantwortlich. Abgrenzung ist wichtig, Klarheit ist gefordert. Viele IT-behaftete Schlagwörter dominieren das Handeln. Wir wissen, dass wir damit es anfangen müssen aber noch nicht was genau. HR muss sich über die Rolle im Klaren sein und nicht immer den Change Manager spielen. HR ist für die Rahmenbedingungen zuständig. Auf die Teamzusammensetzung und Diversität achten und Führungskräfte diesbezüglich coachen.HR ist nicht mehr das einfache Lohnbüro sondern wichtig in der Gesamtsteuerung des Unternehmens.

Heuer wurde auch erstmals der Bereich Compensation und benefits im Workshop behandelt. In einer sehr großen und interessierten Runde hat Frau Mag. Zöchbauer von A1 Telekom das Gehaltsmanagement der Zukunft mit den Teilnehmer/innen diskutiert.

Von der klassischen Karriere hin zur individuellen Entwicklung, weg von den Funktionen hin zu Rollen, von der klassischen Führungsstruktur hin zu agiler Organisationsstruktur, weg von Information ist Macht zur mehr Transparenz – das sind nur einige Beispiele zu den aktuellen Entwicklungen, die in den einzelnen Workshops immer wieder angesprochen wurden.

Einen weiteren interessanten Workshop gab es von Ströck zum Thema Pop Up Recruiting – HR goes Outdoor von Mag. Eva Planötscher-Stroh. Die eine kreative Lösung auf folgende Herausforderungen gefunden haben: viel Personal in kurzer Zeit finden, hohe Fluktuation, Jobhopper-Jobs besetzen, geringes Qualifikationsniveau usw. Sie haben binnen kurzer Zeit den Recruitingprozess verändert und ein Karrierezentrum in der Wiener Innenstadt eröffnet. Dreimal die Woche kann man sich dort ohne Terminvereinbarung bewerben. Kein Online-Tool, keine Vorselektion mehr, Barriere abbauen. Ca. 50-60% der Bewerber, die sich im Karrierezentrum vorstellen, werden meist innerhalb 1 Woche aufgenommen. Im Sommer wurde auf den Bahnhöfen Wiens oder im Freibad recruitiert, um das Sommerloch zu überbrücken.

Anmerkung: ich habe Eva und ihr Team damals am Hauptbahnhof besucht und so sieht Pop up Recruiting aus:

Agile Teams – more than a buzzword lautete der Titel des Workshop der WU Executive Academy. In einem erfolgreichen Transformationsprozess haben sie es zu einem agilen Team geschafft, welches sich die zu bewältigenden Aufgaben je nach Stärkenorientierung zuteilt. Sie haben auch einige interessante und hilfreiche Tools vorgestellt, die man einfach in die eigene Praxis übernehmen kann auch wenn man nicht die ganzen Prozesse überarbeiten kann/möchte.

Einen motivierenden Abschluss bzw. einen Höhepunkt des ersten Tages lieferte Regisseurin und Speakerin Sigrid Tschiedl mit dem Beitrag „Mehr Wert steuern“. In einem motivierenden, mitreißenden und kurzweiligen Impuls weckte sie nochmals die Teilnehmer/innen zum Thema Verkörperung von Rollen, Körpersprache, Werte und Emotionen. Und zum Abschluss durfte jede/r seinem/r Nachbarn/in ein ehrlich gemeintes Kompliment machen und man bekam auch ein Kompliment zurück – ja, man darf es zulassen und sich freuen. Was gibt es schöneres als ein Geschenk mit Worten?

Am zweiten Tag ging es mit einem Vortrag zu Recruiting 4.0 von Mag. Jutta Perfahl-Strilka, Director Sales New Business, weiter. Auch das Recruiting muss auf die Trends der Arbeitswelt einstellen. Laut einer Studie wollen 45% der Bewerber aktiv angesprochen werden. Bestehende Prozesse und Tools müssen überdacht werden, das Beziehungsmanagement muss verstärkt werden. New Work braucht New Recruiting.

Die Herausforderungen eines Umzugs wurden von den Vertretern der Stadt Wien präsentiert. Weg vom Rathaus, hin zum Haus des Personals. Angst vor Macht- und Prestigeverlust. Die Bereichsdirektorin als Vorbild, die auch vom Einzelzimmer in ein Zweierbüro siedelt. Gute Überlegungen, kreative Ideen und viel Kommunikation haben zum Erfolg beigetragen.
Die Gründer des HR Tech Hub Vienna warfen einen Blick in die Glaskugel und diskutieren mit Franz Kühmayer über die Zukunft des Recruiting.

Nach weiteren zwei Workshops gab es ein Medizinkabarett von Dr. Ronny Tekal – Allgemeinmediziner und Medizinkabarettist. Er gab eine Anleitung zur Nutzung der inneren Apotheke, wie man sie benutzt und sich mit den eigenen Mitteln selbst heilen kann bzw. kleinere Alltagsbeschwerden leicht erledigt hat.
Den Abschluss bildeten wieder die Zusammenfassungen und der Ausblick von Elmar Rodler und Franz Kühmayer.
Die Organisation sowie die Location waren wie immer top, aufgeschlossene Persönlichkeit zum Netzwerken und auch der Spaß kam nicht zu kurz. Nächstes Jahr bestimmt wieder!

Danke Barbara, dass du auch 2018 wieder für uns zusammengefasst hast. Wer einen noch umfassenderen Überblick haben möchte kann hier beim HRweb nachlesen , vielleicht schaffe ich 2019 selbst einen Beitrag zu schreiben ;-).

Herzliche Grüße

Claudia

HR Events 2018

Die Anzahl an Events für Human Resources steigt von Jahr zu Jahr. Um die Planung ein wenig zu erleichtern, kommt hier ein Überblick für das 1. Halbjahr 2018 in und um Österreich (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Jänner

Wer spontan ist und am 15.01. noch nichts vor hat, kann sich beim HR Circle über Irrtümer und Mythen in der Personalentwicklung informieren.

Am 23. 01. findet eine WebConference zu Recruiting & Employer Branding statt

Am 25. Jänner gibt es an der FH des bfi Wien eine Podiumsdiskussion „über den Tellerrand hinaus: HR an der Schnittstelle Psychologie und Management“

Ein Online Recruiting Event mit österreichischer Beteiligung findet am 30. 01. statt.

Februar

„The new normal“ ist das Motto bei der TEDx Linz am 10.02.

Am 15.02.2018 findet unser HR Brunch bereits zum fünften Mal statt. Zum dritten Mal in Wien freuen wir uns auf einen regen Austausch und Kipferl & Co im Cafe Landtmann. Diesmal geht es um „Möglichkeiten von Social Media Recruiting“ vs. „Machbarkeit hinsichtlich Datenschutz“.

Ebenfalls am 15.02. findet in Linz die HR Tagung vom Netzwerk Humanressourcen statt

März
Am 06. März könnte man den Besuch der Elbphilharmonie in Hamburg mit der New Work Experience verbinden

Am 14. und 15. März dreht sich in Stegersbach wieder alles um die Future of work

Am 22. März findet erstmalig die TALENTpro in München statt

Fast zeitgleich nämlich von 22.-23. März wäre dann ein Besuch in Berlin mit dem Besuch des HR BarCamp zu verknüpfen

April

Bei der Langen Nacht der Unternehmen am 10. April 2018 können Sie Einblicke in andere Unternehmen bekommen

Am 14. April findet ein TED Event in Wien statt

Von 25. – 27. April könnte man einen Ausflug nach Prag einplanen und mit dem World Employer Branding Day verbinden

Mai

Am 15. und 16. Mai findet wieder in der Wiener Anker Brotfabrik der Corporate Culture Jam statt.

Direkt im Anschluss am 17.05. geht es zur HR Failure Night in Wien

Juni

Am 16. Juni gibt es einen TEDx Event in Klagenfurt

Am 21. und 22. Juni findet der HR 360 European Summit in Wien statt

Wir hoffen es waren einige Anregungen dabei und vielleicht sehen wir einander ja bei der einen oder anderen Gelegenheit. Gut möglich, dass noch weitere Events wie das HR Product Battle oder DisruptHR folgen – wir haben die Planung aber noch nicht abgeschlossen 😉

Herzliche Grüße
Claudia & Marlies

Reboost HR

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Mit dem diesjährigen Motto: „Re://boost HR – discover smarter solutions” möchte Österreichs größte Fachmesse für Personalmanagement Personal Austria dazu anleiten, das Human Resources Management im Zeitalter der digitalen Revolution neu zu denken und aktiv mitzugestalten.

Der Modus „Turbo Boost“ hat K.I.T.T. und Michael Knight immer wieder aus brenzligen Situationen befreit. Als Kind habe ich die Serie „Knight Rider“ geschaut und war beeindruckt. Nicht nur, dass da ein Auto selbst fährt, sondern auch in Sekundenschnelle Daten herausgelesen werden (Datenschutz war wohl noch nicht angesagt). Und das Auto konnte sprechen! Über eine Uhr! Die Serie ist 35 Jahre alt und was damals einfach utopisch angemutet hat, entlockt Kindern heute sicher nur ein müdes Lächeln. Künstliche Intelligenz, Smartwatches, selbstfahrende Autos, Recruiting Roboter – willkommen im real life 2017.
Boost ist laut Wikipedia u.a. eine freie C++ Bibliothek. Boost besteht aus Unterbibliotheken zu verschiedensten Zwecken. Gemeinsam ist ihnen das Ziel der Produktivitätssteigerung beim Programmieren mit C++. Booster ist u.a. ein Raketenantrieb oder auch ein Energygetränk. Reboost HR – was für ein Motto. Produktivitätssteigerung im HR also. Warum braucht es einen Re-boost? Ist HR müde und/oder nicht produktiv genug? Welche Art von Boost kann es geben und was wäre wirksam?
HR ist zerrissen. Einerseits noch verhaftet im Administrations-Alltag und andererseits schreien Digitalisierung und Co nach neuen Zugängen, Methoden und Arbeitsweisen. Wer, wenn nicht HR sollte wissen, wie New Work eigentlich funktioniert? Geschäftsführung, Führungskräfte und Mitarbeiterinnen wollen Antworten, am besten klare Vorgaben und Ansagen: so funktioniert New Work. Leider gibt es aber keine New Work Weiterbildung, die uns die Modelle bzw. Antworten liefert, damit wir uns dann wieder dem Tagesgeschäft widmen können. New Work ist Tagesgeschäft. Und HR ist in der skurrilen Situation, nicht nur die Organisation, sondern sich selbst bei dieser gewaltigen Änderung zu begleiten.
Künstliche Intelligenz ist noch nicht soweit, uns die vielen lästigen Arbeitsschritte abzunehmen, die unsere Zeit fressen. Noch tippen wir, vielleicht mit Unterstützung von smarten Tools, die Dienstverträge selbst, koordinieren Termine mit Bewerberinnen und Bewerbern und füllen Excel Listen aus. Die Smartwatch misst meinen Kalorienverbrauch und die Schritte, die ich zurückgelegt habe, sagt aber den Führungskräften nicht, wie sie ihr Team am besten managen (von Leadership sprechen wir am besten gar nicht). Sie stellt nicht die richten Fragen im Bewerbungsgespräch und legt auch nicht die Teilnahmebestätigung im Personalakt ab (egal ob Kopie oder elektronisch).
HR soll Vorreiter sein und neue Methoden und Tools ausprobieren und implementieren, muss sich aber oft noch mit traditioneller um nicht zu sagen vorsintflutlicher Technik zufriedengeben. Budget für einen Workshop? Wofür denn das könnt ihr doch selbst.
So oder so ähnlich erleben das derzeit viele HR Verantwortliche. Die Frage aber lautet: was muss sich ändern, was wird sich ändern und vor allem, wie sollen wir das anstellen?
HR ist aktuell in einer schwierigen Rolle. Sich auf die eigentlichen Kompetenzen zurückziehen und verwalten und administrieren, das wäre der einfache Weg. Das können wir, da fühlen wir uns sicher. Kreativ und innovativ, das überlassen wir doch Marketing. Kennzahlen und Co sind im Finanzbereich gut aufgehoben. Und mit IT fangen wir gar nicht erst an, wir wollen ja was mit Menschen machen.
Neue Skills erfordern, dass wir uns raus aus der Komfortzone und rein ins Abenteuer begeben. Augen aufmachen, Ärmel hochkrempeln und los geht’s. Halt, das braucht Ressourcen. Wir sind aber doch mit dem Ausstellen von Dienstzeugnissen und der Schaltung von Inseraten beschäftigt. Außerdem hören wir natürlich zu, wenn uns Führungskräfte ihr Leid klagen. Über inkompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, fehlende Motivation und jetzt ist auch noch eine schwanger, gibt’s eigentlich schon Ersatz? Und doch wird allen Ernstes die Frage gestellt, ob HR in Zeiten von Digitalisierung und New Work eigentlich noch Daseinsberechtigung hat?
Die gute Nachricht: neue HR Funktionen wie Active Sourcing, HR IS Management oder Chief Happiness Officer lassen darauf schließen, dass HR noch längere Zeit Overheadkosten in Unternehmen verursachen wird. Allerdings wird es, wie in allen anderen Funktionen in Unternehmen auch, wohl zu einer Änderung der Rolle und damit einhergehend zu einer Erweiterung der Kompetenzen kommen müssen. Von der Administration über die Business Partnerschaft hin zum Inhouse Consultant? In der aktuellen Ausgabe Personal Manager habe ich einen Beitrag zum Thema „Human Resources als Role Model für New Work“ geschrieben und ein paar Anregungen zur HR Transformation gegeben (der Artikel ist online nicht verfügbar, wir schicken gerne ein pdf oder ein Exemplar der Zeitschrift zum Nachlesen).
„Braucht New Work HR?“ diese Frage diskutiere ich nächste Woche auf der Personal Austria mit zwei Human Resources Manager/innen aus dem Bankensektor. Wer das mitverfolgen oder selbst mitdiskutieren möchte, wir haben noch ein kleines Kontingent an Tickets zu vergeben, Mail schreiben, dabei sein.
Ich freue mich, dass ich Human Resources in die Zukunft begleiten darf. HR Design für New Work & Happy Work. Denn was wäre das eine ohne das andere?

Herzliche Grüße

Claudia

HRBarCamp oder HR Inside Summit?

Darf man, wenn man selbst HR Events organisiert, eigentlich über andere berichten? Ist es ok, zwei zu vergleichen? Da wir in erster Linie daran interessiert sind, Menschen in HR Funktionen zu unterstützen, haben wir uns dazu entschieden, zu berichten. Und so, allen, die dabei waren, eine Nachlese und allen, die nicht dabei waren, eine Entscheidungsgrundlage für das nächste Jahr zu bieten. Daher kommt hier ein Versuch, das HR BarCamp und den HR Inside Summit zu vergleichen. Ein Versuch deshalb, weil die beiden Events völlig anders gestaltet und dadurch eigentlich nicht vergleichbar sind.

Ich finde es schön, wenn es neue Formate am Eventmarkt gibt und noch schöner, wenn diese sich vom Ablauf und Programm unterscheiden. Natürlich bringt das auch die Qual der Wahl mit sich. Schwierig ist sicherlich die zeitliche Nähe. Zwei 2-Tages HR Events im Zeitraum von zwei Wochen. Das lässt sich vermutlich für die meisten kaum mit dem Arbeitsalltag in Einklang bringen. Für diese These spricht übrigens, dass beide Veranstaltungen heuer nicht ausverkauft waren. Ich gehe aber davon aus, dass viele, die im HR tätig sind, grundsätzlich interessiert an den Events sind. Also muss man eine, wirklich schwierige, Entscheidung treffen: HR BarCamp oder HR Inside Summit?

Ich beginne mit dem HR BarCamp aus dem einfachen Grund, weil es 2 Wochen früher stattgefunden hat. Beim HR BarCamp, organisiert von whatchado, war ich heuer das erste Mal dabei. Überrascht hat mich die hohe Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, auch aus der Schweiz und sogar aus den Niederlanden waren einige HR Kolleginnen anwesend. Müsste ich es in einem Wort zusammenfassen, dann wäre das wohl „HR Familientreffen“. Nicht nur weil Jubin uns alle gleich zu Beginn „umarmt“ hat, sondern auch, weil die Atmosphäre 2 Tage durchgängig eher familiär war. Alle sind per du (das ist eine der ganz wenigen BarCamp Regeln), viele kennen sich bereits (entweder aus den Vorjahren oder eben aus der HR Szene) und es gibt, abgesehen von kurzen Inputs zum Ablauf durch die Moderatoren (ich würde sie eher Gastgeber nennen), kein vorher festgelegtes Programm. Jeder kann sich einbringen, keiner muss.
Was ist eigentlich ein BarCamp? Hier die Definition:
Ein BarCamp ist eine Ad-hoc-Nicht-Konferenz, auch Unkonferenz genannt und das erste deutschsprachige hat übrigens 2006 in Wien stattgefunden.

Das Format birgt die Gefahr, dass die vorgeschlagenen und ausgewählten Themen für mich nicht relevant sind. Tatsächlich war es so, dass die meisten mit denen ich gesprochen habe, sehr gerne noch bei mehr Sessions dabei gewesen wären. Ich habe mir bewusst Sessions ausgewählt, von denen ich gehofft habe, dass ich mit mehr Know-how heimkomme. Bei 2 der 5 besuchten Sessions war dies für mich auch der Fall. Robindro hat großartig erklärt, wie Bots eigentlich funktionieren und hat die Diskussion für Einsatzbeispiele im HR eröffnet. Barbara hat uns mit Sourcing Tipps versorgt und vor allem Kolleginnen, die im IT und Tech Recruiting tätig sind, hilfreiche Tricks mitgegeben.
Noch mehr Nachlese gibt es hier:
https://www.arbeitgebermarkenfreunde.de/yvonnes-erste-session-zum-thema-employee-benefits
http://www.mein-tellerrand.de/hrbc17-wien/
https://blog.whatchado.com/hr-barcamp-wien-drei/
https://intercessio.de/5-fragen-rund-um-das-hr-barcamp-in-wien/
und natürlich auf Twitter #hrbc17

Und schon sind wir beim HR Inside Summit. Müsste ich diesen HR Event in einem Wort zusammen fassen wäre es wohl „glanzvoll“. Wiener Hofburg, moderiert von Christian Clerici, HR Award mit Gala Dinner. Die gesamte Organisation ist sehr professionell, aber hier sind ja auch Profis am Werk, deren Business es ist, Events zu veranstalten. Das Programm ist wenig interaktiv (manche Sessions sind das durchaus, aber das weiß man natürlich im Vorfeld nicht) und ob die Speaker inspirierend oder berührend sind kann man im Voraus auch nicht erahnen.
Was ist eigentlich ein Summit? Hier die Definition:
Zusammenkunft, Konferenz hochrangiger Politikerinnen und Politiker besonders aus führenden, einflussreichen Staaten; internationales Treffen auf höchster Ebene.

Auf der Website wird „Wissenstransfer / Networking / Entertainment“ angekündigt, und ja – irgendwie ist es ein wenig von allem. Wissenstransfer findet vorrangig in den Sessions statt, Networking in den Pausen (die einige Teilnehmerinnen zu großzügig angesetzt finden) und Entertainment auf der Mainstage. Dietmar Dahmen hat mit seiner Keynote und der „Kettensäge gegen Polster“ Performance das Publikum gespalten. Von „geht gar nicht“ bis „grandios“ habe ich alle Kommentare gehört.

Eine erste Nachberichterstattung gibt es schon von Eva auf dem hrweb. Nachdem ich auch einige bloggende Kolleginnen und Kollegen im Publikum gesehen habe, werden hier sicher noch Berichte folgen. Die Tweets sind überschaubar, aber es gibt ein paar #hris17.
Und wer sich bis jetzt noch nicht zu einem HR Event, das erstmalig in Österreich stattfindet und ein ganz anderes Format als das BarCamp und der HR Inside Summit ist, angemeldet hat, sollte das schnell nachholen: ich hoffe wir sehen uns bei DisruptHR am 05. Oktober 2017 in Wien.

Herzliche Grüße
Claudia

1 Überblick & 2 Gewinnchancen: HR Events im Herbst 2017 Auswahlhilfe inklusive

September ist nicht nur Schulbeginn, für viele ist die Urlaubszeit vorüber. Budgetplanungen stehen an oder sind in der heißen Phase, die Zeit bis zum nächsten Urlaub scheint lange zu sein. Und der Herbst ist auch die Zeit der Weiterbildung, sich informieren, was es neues am Markt gibt. Dazu eignen sich Events wie Tagungen, Kongresse, Messen etc. Seit einigen Jahren gibt es neue Veranstaltungsformate speziell für die Zielgruppe HR und jedes Jahr kommt (zumindest) ein neues dazu. Wie soll man hier noch die Übersicht bewahren und vor allem eine Entscheidung treffen? Hier kommt unser Überblick in chronologischer Reihenfolge inklusive Auswahlhilfe:

Den Start im September macht das 3. Wiener
HR BarCamp
14. und 15. September 2017, Wien
Veranstaltet von Whatchado

Wer teilnehmen sollte: Alle, die noch nie auf einem BarCamp waren. Das Format spricht für sich und alle, denen das zu ungenau ist können in unserem Gastbeitrag vom letzten Jahr nachlesen wie das abläuft.

Knapp 2 Wochen später geht es in die 2. Runde für den
HR Inside Summit
27. und 28. September 2017, Wien
Veranstaltet von ÜBERALL scene development
Alle, die sich bis zum 13. September für unseren HR Relations Newsletter oder in unserem HR Karrierecenter eintragen, haben die Chance, ein Standard Ticket zu gewinnen.
Wer teilnehmen sollte: Alle, die vielleicht ein wenig den internationalen Flair bei HR Events vermissen und die sich Impulse und Inspiration holen möchten. In meinem „Reisebericht“ habe ich den Besuch im letzten Jahr zusammengefasst.

Im Oktober kommen wir zu meinem persönlichen Highlight 😉 we proudly present
DisruptHR Vienna
05. Oktober 2017, Wien
Veranstaltet von HR Relations

Hier kommt die 2. Gewinnchance für alle, die sich bis zum 13. September für unseren HR Relations Newsletter oder in unserem HR Karrierecenter eintragen, es gibt ein Regular Ticket zu gewinnen!
Wer teilnehmen sollte: Natürlich alle, die in HR Funktionen sind. Alle, die neugierig sind. Alle, die mutig sind. Wir freuen uns auf euch!
DisruptHR kommt nun nach Wien und steht unter dem Motto „From another point of view“! „Disrupt“ bedeutet Dinge zu „zerstören, zerrütten, zerreißen“. Ist die Human Resources Funktion noch zeitgemäß oder sogar obsolet? Wie kann das HR Business künftig aussehen und was muss sich ändern, um den Anforderungen von New Work & Co gerecht zu werden? Was kann hilfreicher sein, um die eigene Funktion und den Berufsstand zu hinterfragen, als die Perspektive zu wechseln?

Um Flexibilität geht es bei dem diesjährigen
Forum für Human Resources Management
12. – 13. Oktober 2017, Salzburg
veranstaltet vom ÖPWZ

Wer teilnehmen sollte: Personen, in HR Funktionen, die sich mit dem Thema Flexibilität aus unterschiedlichen Aspekten beschäftigen. Die Mitgliedschaft im Forum Personal ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Gleich in der nächsten Woche heißt es
PEp – Personal­entwicklung pur
19. und 20. Oktober 2017, Mauerbach
Veranstaltet von Business Circel
Wer teilnehmen sollte: Nomen est omen, alle, die sich schwerpunktmäßig mit Personalentwicklung beschäftigen.

Dann haben wir ein wenig Verschnaufpause bevor es im November weitergeht und zwar zur
Personal Austria
08. und 09. November 2017, Wien
Veranstaltet von Spring Messe
Wir freuen uns, dass wir ein Kontingent an Frei-Tickets erhalten haben, die wir gerne an (3 Mal dürfen Sie raten ;-)) die Abonnentinnen unseren Newsletters und die registrierten Kandidatinnen in unserem HR Karrierecenter weitergeben.
Nachdem ich in den letzten 2 Jahren nicht wirklich überzeugt war, dass das Messeformat noch zeitgemäß und ein Besuch lohnenswert ist, freue ich mich sehr, dass die Veranstalter sich jetzt wirklich ins Zeug legen, um die Personal Austria wieder zu einem Highlight der HR Eventszene zu machen. Wieso ich das weiß? Weil ich an beiden Tagen um die Mittagszeit ein HR Battle moderieren werde . Diesmal wird es nicht um HR Products gehen, aber der verbale Schlagabtausch und wirkliches Vergnügen verspreche ich schon jetzt!
Wer teilnehmen sollte: Alle, die sich einen Überblick über HR Themen und Tools erhoffen und natürlich alle, die mich live erleben möchten ;-).

Ende November finden dann 2 spannende Formate am gleichen Tag statt nämlich
LinkedHR Leader
30. November, Mauerbach
Veranstaltet von BELINKED business networks
Wer teilnehmen sollte: Alle, die Interesse am persönlichen Netzwerken haben und ihre Gesprächspartner schon im Vorfeld bestimmen möchten.

The Disruptive HR Programme
30. November, Wien
Veranstaltet von Disruptive HR
Wer teilnehmen sollte: HR professionals who are interested in changing HR and want practical help to make it happen.
Wir haben Lucy Adams heuer beim Fifteen Seconds Festival kennen gelernt und freuen uns, dass sie einen Tag in Wien verbringen wird.

Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist eine Auswahl, die wir nach bestem Wissen und Gewissen getroffen haben. Wir denken, dass für jeden etwas dabei ist und freuen uns, darauf Sie auf dem einen oder anderen Event persönlich zu treffen!
Wir sind (leider) nicht auf allen HR Events vertreten (irgendwie müssen die Tickets ja auch finanziert werden ;-)), wir versuchen jedes Jahr ein wenig abzuwechseln. Wir sind auch immer gerne auf Veranstaltungen, die nicht unmittelbar HR als Zielgruppe haben, ganz im Sinne von „über den Tellerrand hinaussehen“. Das waren im Jahr 2015 z.B. der Innovationskongress in Villach, 2016 das Wirtschaftsforum 2komma7 und 2017 das Fifteen Seconds Festival. Gibt es eine Empfehlung für 2018?

Herzliche Grüße & viel Vergnügen
Claudia

Raus aus der Komfortzone und was wir von einem Festival für HR mitgebracht haben

Letzte Woche waren Marlies und ich beim Fifteen Seconds Festival in Graz. Zumindest einmal im Jahr gehen wir ganz bewusst auf ein Seminar, eine Tagung oder eben ein Festival, wo es nicht um HR Themen geht. Wir setzen nicht nur in unserer Beratungsleistung auf Interdisziplinarität und ermutigen HR immer wieder, die eigene Komfortzone zu verlassen und über den Tellerrand hinaus zu schauen, sondern setzen dies auch konsequent für uns selbst ein. Wir sind überzeugt davon, dass dies Mehrwert für unser Business aber auch für uns persönlich bringt. Und heuer haben wir uns entschieden, am Fifteen Seconds Festival teilzunehmen.

Das daraus irgendwie doch wieder ein HR Event wurde liegt daran, dass wir beim Ticketkauf noch nicht wussten, welche Themen und Speaker uns genau erwarten würden. Wer geht zu einer HR Veranstaltung ohne zu wissen, wen und was er zu sehen und hören bekommt? Raus aus der Komfortzone lautete das Motto. Vor Ort gab es mehrere Stages und Bereiche und was soll ich sagen, natürlich hat uns die Talent Stage mit einem HR Schwerpunkt magisch angezogen. Business as usual also ;-).

Was ist denn eigentlich das Fifteen Seconds Festival? Laut Website „The festival for curious minds challenging the status quo. Europas führende Konferenz für Inspiration, Wissenstransfer und Networking vereint Wirtschafts­treibende, Kreative und Pioniere zu einer globalen Community.“ Ich würde es als Mix aus Kongress, Messe, Networking und Party beschreiben.
Auch wenn wir diesmal nicht ganz unser Kernbusiness und somit unsere Komfortzone verlassen haben, gab es einige Inputs und diese möchte ich heute gerne weiter geben. Mission also wider Erwarten erfüllt ;-). Eine Nacherzählung vom Festival würde einen Blogbeitrag weit überschreiten. Es war für uns auch gar nicht möglich, alles zu sehen, da zeitgleich immer mehrere Programmpunkte stattgefunden haben. #thinkahead17 auf Twitter gibt zumindest einen Einblick.
Hier also einige ausgewählte Programmpunkte im Überblick:
Jonas Thaysen, Lead Creative Strategist, Facebook „People Driven Creativity“
„One size fits all“ funktioniert im Marketing nicht. Facebook hat unterschiedliche Ads und Kampagnen aufgrund unterschiedlicher Perspektiven (sprich Zielgruppen) für den letzten Film Star Wars gelauncht. Die Ads unterschieden sich durch andere Bilder, andere Schriftart, andere Tonalität etc. Wieso soll das nicht auch im Employer Branding und/oder Recruiting funktionieren? Personalisieren, um unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Hat schon mal jemand einen Job für z.B. für die Zielgruppe Frauen bzw. Männer unterschiedlich ausgeschrieben? Nicht auf unterschiedlichen Kanälen sondern wirklich drei mal anders? Andere Bilder, andere Begriffe, andere Schriftarten? Wenn ja lasst mich wissen, wie es funktioniert hat, bitte!

George Nimeh, Founder & CEO, NIMEH & Partners, Mariam Al-Ayash, CEO & Founder, Wiener Portraits (kennt ihr das Video, ich liebe es) und, Marion Vicenta Payr, Instagramerin, Lady Venom haben uns zu einer Challenge herausgefordert: The Fifteen Seconds Experiment (I). Join us to turn this conference upside down! Upside down war das Motto: innerhalb von 5 Minuten mussten 4 willkürlich eingeteilte Gruppen zu je ca 20 Personen eine Performance liefern, die irgendwie einen Kopfstand zeigt. Das hat großartig funktioniert, eine coole Idee für eine Teamaktion (es muss ja nicht unbedingt der Kopfstand sein). Das war jedoch gar nicht die eigentliche Herausforderung. Ziel war es, das produzierte Video 1.000 mal auf Facebook zu teilen, dafür werden 1.000 Euro für einen guten Zweck gespendet. Das hat leider nicht geklappt, es hat gezeigt, was in 5 Minuten machbar ist, wenn man will und sich raus aus der Komfortzone begibt.

Andreas Hauser, SVP Design Services, SAP „Humanizing Leadership: Design Thinking als die treibende Kraft“
Die Welt um uns befindet sich in einem Wandel. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, mit der Geschwindigkeit des Marktes, neuen Technologien und den Veränderungen in der Arbeitswelt mitzuhalten. Selten jedoch beschäftigen sich Unternehmen damit, ihre Führungskultur zu modernisieren. Ein wichtiger Aspekt bei allen Veränderungen ist den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Voraussetzung hierfür ist ein hohes Maß an Empathie für Kunden und Mitarbeiter. Erfahre anhand konkreter Beispiele, welche Erfahrungen SAP dabei gemacht hat die Führungskultur zu verändern und durch die Nutzung von Design Thinking das Geschäft zu vermenschlichen. Design Thinking ist weit mehr als viele Post it in einer coolen Umgebung zu produzieren. Es geht darum, den Kunden wirklich zu verstehen. Was bedeutet das für Leadership? Es braucht Leidenschaft, nicht nur an sich selbst denken, Coach zu sein, Empowerment, Silos aufbrechen, Empathie, Innovationskultur kreieren, großartige Leistung erbringen und darüber reden, Ergebnisse liefern und nicht zu vergessen: Spaß haben! Ein Ansatz von SAP, der vermutlich in HR Kreisen für einen Aufschrei sorgen wird ist es, Mitarbeiterinnen entscheiden zu lassen, woran sie arbeiten. Sie werden das Projekt in jedem Fall rocken. Ich kann nur sagen: SAP rockt!
Peter Holmark, HR Director Europe, Nokia „Let HR Change Your Mind, Then Change Will Stick“
Change funktioniert nur mit dem entsprechenden Mindset (und das gilt wohl nicht für Change). Die Frage ist: was bedeutet Change für die Organisation, für das Team und für mich selbst. Change und Culture Transformation sind eine Chance für HR, nützt diese! „Culture is about what we are doing here.“, das kostet etwas, aber das ist es auch wert.
Besonders gespannt waren wir natürlich auf Lucy Adams, Fr. HR Director, BBC „Leading HR for a Disrupted World“
Lucy hat miterlebt, wie die Branche und das Businessmodell der BBC „disrupted“ wurden, aber HR funktionierte noch immer gleich. Die Welt ändert sich, nehmen wir doch Filme und Fernsehserien als Beispiel: wir warten nicht mehr bis es einen Film im Fernsehen spielt, wir sehen ihn Dank Netflix und Amazon Prime wann wir wollen. Was können wir daraus für New Work ableiten? Alles ändert sich und das ist durchaus auch angsteinflößend: neue Arbeitsmodelle, neue Techniken, andere Kolleginnen – Veränderung passiert immer schneller. Lucy war frustriert, weil HR nicht in der Lage war, das zu handeln. Mittlerweile ist sie als HR Consultant tätig (irgendwie kommt mir das bekannt vor 😉 und hat das EACH Modell entwickelt: dies bedeutet treat Employees as Adults, Consumers and Human Beeing. Organisation wird rund um die Menschen gemacht nicht umgekehrt.
Und zum Abschluss noch ein Statement von Steli Efti, CEO, Close.io

In diesem Sinne, raus aus der Komfortzone und party on HR 😉

Herzliche Grüße
Claudia

Tiger, Vogel und Schwein 😉: das war das erste HR Product Battle

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst!“ dieses Zitat aus Rocky Balboa haben sich unsere Kontrahenten in der Vorbereitung anscheinend zu Herzen genommen.

Knapp 50 Leute, die interessiert am Thema Empfehlungsmanagement sind, konnte den verbalen Schlagabtausch zwischen Jutta Perfahl-Strilka von XING E-Recruiting und Arnim Wahls von Firstbird in den Räumlichkeiten der Bürofreunde live mitverfolgen.
Mit dabei auch „Eye of the tiger“ als Einzugsmusik für Jutta, Finch, der Arnim bei seinem Einzug eskortiert hat und das HR Phrasenschwein, das fleißig via Twitter kommentiert hat 😉 #hrproductbattle

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Warum wir diese Eventreihe überhaupt ins Leben gerufen haben, erzählen wir zu Beginn des HR Product Battles. Und da sich alle Anwesenden einig waren: „das war anders“, gibt es heute auch eine andere Form der Nachlese. Die ersten Rückmeldungen, die wir erhalten haben waren: „cool, spannend, unterhaltsam, genau richtig in der Dauer“, aber machen Sie sich einfach selbst ein Bild: viel Vergnügen beim Nachsehen unseres Videos!
Um die Popcorn und Getränke müssen Sie sich jetzt selbst kümmern, aber vielleicht dürfen wir das nächstes Mal wieder übernehmen? Die ersten Wünsche haben wir direkt nach der Veranstaltung erhalten, jetzt sind Sie gefragt. Zu welchem Theme möchten Sie gerne ein HR Product Battle sehen? Geben Sie uns Bescheid, wir bringen dann wieder die HR Product Anbieter ins Schwitzen ;-).

Herzliche Grüße
Claudia & Marlies

Die Highlights der Future of Work 2017

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Wie schon im Vorjahr hat auch heuer wieder Barbara einen Bericht über die Future of Work als Gastbeitrag verfasst, hier ihr Bericht:

Zwar bin ich derzeit in Karenz aber dennoch habe ich mir einen Tag des HR-Kongresses gebucht.
Man kann schon fast sagen, dass Future of Work – der HR-Kongress zum fixen Bestandteil der guten HR-Veranstaltungen zählt oder wie Franz Kühmayer es formulierte als „das jährliche Klassentreffen der HR-Branche“ gesehen wird.
Bei dem unschlagbaren Preis (inkl. Übernachtung in einem Top-Thermenhotel) könnte man fast meinen, dass man sich bei dieser Veranstaltung nicht viel erwarten kann. Stimmt nicht! Nicht nur, dass die Teilnehmerliste bunt gefächert ist und wirklich sehr namhafte Unternehmen vertreten sind, auch die Vorträge und Workshops sind sehr gut organisiert und den Themenbereichen breit aufgestellt. Es sind fast jedes Jahr die gleichen Sponsoren mit dabei und stellen fleißig ihre Roll-Ups auf und verteilen Flyer aber das ist auf keinen Fall störend.
Weiters muss man erwähnen, dass diese Veranstaltung wieder gut besucht war und vor allem von LSZ Consulting gut organisiert wurde. Man konnte sich eine App downloaden und hatte damit alle wichtigen Informationen zu der Agenda und den Workshops am Smartphone.
Den Anfang machte wieder Franz Kühmayer zum Thema Pioniergeist und wie man innovative Menschen ins Unternehmen bekommt. Innovative Querdenker werden gesucht aber das Neue muss im Unternehmen auch überleben und soll nicht nur als Störfaktor im Regelbetrieb gesehen werden. Wer in krisenhaften Zeiten nicht etwas wagt, hat schon verloren. Weg von Unwörtern wie Fehlerkultur, Work-Life-Balance, Digitalisierung und die Aufbruchsstimmung nutzen und Menschen ermuntern selbstständig zu denken und zu arbeiten.

Beeindruckend war auch das Interview mit Gerald Eder. Dem 32-jährigen Unternehmer, der seine Karriere nach der WU Wien als Investmentbanker in London gestartet hat und als es ihm dort dann relativ schnell langweilig wurde, nach Asien trampte und dort binnen 3 Jahren erfolgreich ein Unternehmen aufgebaut hat. Binnen 3 Jahren ein Unternehmen mit 250 MitarbeiterInnen und in welches namhafte Investoren 40 Mio. EUR gepumpt haben. Als Erfolgsfaktoren hat er folgende Punkte aufgeführt: ein interessantes und innovatives Geschäftsmodell, welches das richtige Timing am Markt findet und bei der Ausführung benötigt man das richtige Team sowie die richtige Führung in einer guten Unternehmenskultur. Weiters darf man als CEO sich nicht scheuen, dass man noch bessere Leute als sich selbst einstellt. Empfehlung auch an das Publikum LinkedIn und XING besser zu nutzen. Sowohl für sich selbst als auch als Datenbank mit kostenlosen Lebensläufen. Ohne diese Netzwerke hätte er sein Unternehmen nicht so schnell aufbauen können, da er diese für den Wissensaustausch als auch für das Recruiting genutzt hat.
Ein weiterer Vortrag kam zur neuen Ausbildungsplattform der Casinos Austria. Als Best-Practice-Beispiel wie man binnen kurzer Zeit ein unternehmensweites Tool erfolgreich einführt. Als Erfolgsfaktor wurde angegeben, dass man verschiedene Mitarbeitergruppen ins Boot holte und diese aktiv im Prozess mit einbezogen hat, ganz im Sinne von Design Thinking und CoCreation.

Und dann ging es schon weiter mit den unterschiedlichen Workshops zu Themen wie Active Sourcing, Digitalisierung, Talent Management, arbeitsrechtliche Fragestellungen, Outplacement mit Herz, Wiedereinstieg nach der Karenz usw.
Meine ausgewählten Workshops zu den Themen Talent Management, Outplacement und Wiedereinstieg nach der Karenz waren sehr kurzweilig. Die Vortragenden waren gut vorbereitet und fachlich top. Besonders der Vortrag von Fr. Vorwerk von der Fa. Rehau war sehr beeindruckend und hat gezeigt wie man sich, wenn es in Krisenzeiten leider notwendig ist, trotzdem gut und mit Herz und Respekt von seinen MitarbeiterInnen trennt. Binnen kurzer Zeit war der Großteil der betroffenen Belegschaft mit Hilfe der Personalabteilung wieder in Beschäftigung.
Leider war ich am 2.Tag nicht dabei aber ich bin fest davon überzeugt, dass es genau so interessant weiterging. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr! Termin steht auch schon fest 14.-15.März 2018!
Vielen Dank liebe Barbara für deine Zusammenfassung, ich freue mich schon auf den Bericht im nächsten Jahr! Weitere Nachlesen gibt es noch hier von Nicole Thurn und hier von Eva Selan.

Herzliche Grüße
Claudia

Einladung zum 1. HR Product Battle

Firstbird vs XING E-Recruiting

Die Implementierung neuer oder zusätzlicher HR Software, HR Tools oder auch Jobplattformen ist meist langwierig und nervenaufreibend. Mit unseren HR Product Battles wird die Auswahl das reinste Vergnügen. Ins Schwitzen kommen dabei lediglich die Vertreterinnen und Vertreter der jeweiligen Unternehmen.

Beim 1. HR Product Battle von HR Relations steigen am 29. März 2017 zwei Anbieter zum Thema Empfehlungsmanagement in den Ring:

Firstbird versus XING E-Recruiting
Alles begann mit einer Ankündigung von XING auf Twitter

Darauf folgte die „Kampfansage“ von Firstbird

Firstbird wurde Anfang 2013 mit der Vision gegründet, Menschen und Jobs auf dem natürlichsten und effizientesten Weg zu verknüpfen: über persönliche Empfehlungen.
Der XING EmpfehlungsManager ist eine Weiterentwicklung der Social Recruiting Software von eqipia, einem Schweizer Startup, das im April 2016 von XING übernommen wurde.
Beide Produkte setzen auf die Mithilfe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Besetzung von offenen Positionen.

  • Doch was unterscheidet Firstbird und den XING EmpfehlungsManager?
  • Welches Produkt passt zu unserer Situation und unserem Unternehmen?
  • Brauchen wir überhaupt ein Tool für unser Empfehlungsmanagement?

Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Sie beim

1. HR Product Battle Firstbird versus XING E-Recruiting
Die Teilnahme ist kostenfrei und nur für Personen, die in HR Inhouse Funktionen tätig sind, möglich.

Nach Ihrer Teilnahme-Registrierung zum 1. HR Product Battle erhalten Sie alle Details zum Ablauf und zur Location.

HR Dienstleister, die sich der Herausforderung stellen und für Ihr Unternehmen in den Ring steigen möchten, geben uns Bescheid. Wir finden Kontrahenten aus derselben Gewichtsklasse 😉 und organisieren Ihr HR Product Battle.