HR Blogs 2018 aus Österreich

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HR Blogs gibt es mittlerweile eine ganze Menge, auch heuer sind wieder einige dazu gekommen. Leider hab ich kaum Zeit, mir all die spannenden Beiträge durchzulesen. Zum Jahresende mache ich jedoch, wie jedes Jahr seit Erscheinen von recruitingpraxis einen Streifzug durch verschiedene Blogs. Heuer habe ich mich für eine Blogroll entschieden.

Blogroll ist eine Sammlung von anderen Blogs, meist thematisch dem eigenen sehr nahe und üblicherweise listet man Blogs auf, die man selbst gerne liest. Ich habe mich heuer entschieden, einen Österreich Schwerpunkt zu setzen. Hier kommen 12 Blogs aus Österreich, die sich inhaltlich mit Themen aus dem Human Resources Bereich befassen, deren Zielgruppe HR Verantwortliche sind und die regelmäßig Inhalte veröffentlichen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist gereiht nach dem erstmaligen Erscheinen der Blogs.

2010 hat Eva Selan das hrweb gegründet. Soviel mehr als ein Blog, trotzdem (nicht nur) in meiner Blogroll zu finden.

Der Blog von karriere.at richtet sich sowohl an Jobsuchende als auch an Personalistinnen und wurde ebenfalls 2010 ins Leben gerufen. Berücksichtige ich deshalb, weil ich es auch immer spannend finde, was denn unsere Bewerberinnen so lesen.

Jobnews ist der Blog von Stepstone Österreich, auch hier schreiben mehrere Autorinnen und Autoren über verschiedene HR Themengebiete und das schon seit 2013.

Personaleum, einer der wenigen österreichischen HR Blogs von einem Personalisten. Herwig Kummer schreibt seit 2014 über Fragen zu Personalentwicklung und Recruiting.

Auch sowohl an Jobsuchende als auch an HR Verantwortliche richtet sich seit 2014 der Blog von epunkt.

Seit Februar 2015 blogge ich selbst, bald sind es vier Jahre, an denen fast jeden Freitag ein Blogbeitrag in der Recruitingpraxis erschienen ist.

Genau ein Jahr später also im Februar 2016 hat Andrea König ihren Blog kingandstars gestartet. Ihre Zielgruppe sind nicht nur HR Verantwortliche sondern genau so an Bewerberinnen und Bewerber. Andrea ist übrigens ist hauptberuflich im HR Bereich tätig.

New Work Stories ist ein Blogzin, der Name ist Programm. Seit Ende 2016 schreibt Nicole Thurn über die Welt des Neuen Arbeitens.

Seit November 2016 gibt es englischsprachige Blogbeiträge auf Firstbird zu lesen.

Seit März 2017 schreiben auf dem Blog der HRM Experts Group mehrere Autoren zu unterschiedlichen HR Themengebieten. Die HRM Experts Group ist ein Zusammenschluss von mehreren Unternehmensberaterinnen in Wien.

Auch auf Perdino schreiben seit April 2017 mehrere Autorinnen und Autoren- Mittlerweile vorwiegend zu Recruiting-Themen.

Der Blog der Filmfactory ist gar kein HR Blog, trotzdem nehme ich ihn in meine Blogroll auf. Nora Turner schreibt seit 2018 auch immer wieder sehr spannend über Themen wie Recruiting und Employer Branding.

Welchen HR Blog aus Österreich lesen Sie besonders gerne, gibt es noch eine Empfehlung? 

 

Frohe Festtage und einen wunderbaren und hoffentlich erholsamen Start ins Neue Jahr

 

Herzliche Grüße

Claudia

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PPS: Recruitingpraxis macht jetzt ein wenig Pause, am 11.01. erscheint der erste Blogbeitrag im Jahr 2019.

Bild mit Schnee und einer Hütte

Das ideale Vorstellungsgespräch

Recruiting besteht aus zwei Phasen: einerseits dem suchen, identifizieren und vielleicht ansprechen von potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und aus der Auswahl. Immer noch scheint es so, dass die meisten Recruiting mit der Auswahl verbinden und sich daher vor allem auf das Thema „Gesprächsführung im Recruiting“ fokussieren. Dabei ist es aktuell doch die eigentliche Herausforderung, erst einmal zu den geeigneten Kandidatinnen zu gelangen bzw. diese zu uns.

Ich werde trotzdem sehr oft gefragt, wie denn eigentlich so ein ideales Bewerbungsgespräch abläuft. Ein Thema bereitet im Recruiting offenbar besonders große Kopfzerbrechen: die Gehaltsvorstellungen. Viele Recruiterinnen, aber auch Hiring Manager, haben Hemmungen, das anzusprechen.
Ich empfehle, das Gespräch auf keinen Fall Interview, Vorstellungsgespräch oder Bewerbungsgespräch zu nennen. Worte schaffen Wirklichkeit. Worum geht es bei diesem Gespräch? Es geht um das Kennenlernen, um danach eine Entscheidung treffen zu können – und das für beide Seiten. Eine ehemalige Kollegin hat Recruiting immer mit einer Partnerschaftsvermittlung verglichen und mich jedes Mal, wenn ich vom Kennenlern-Gespräch zurückgekommen bin, gefragt, wie das erste Date war. 😉 Sie hat ja nicht unrecht, beginnen doch – je nach Umfrage – bis zu ¼ aller Beziehungen tatsächlich am Arbeitsplatz. Das das wirklich ein Thema ist, bestätigt meine kurze Google Suche – hier ein Screenshot von ähnlichen Anfragen zu diesem Thema.

Jetzt aber wieder weiter im Text und zwar sehr seriös. 😉

Als ich begonnen habe, als Recruiterin tätig zu sein, war es ein No-Go, die Kandidaten im ersten Gespräch nach ihren Gehaltsvorstellungen zu fragen. Dies wurde oft in der zweiten Runde zur Sprache gebracht. Da war die Situation allerdings auch noch so, dass wir wirklich die Auswahl aus vielen Bewerbungen hatten und auch lange Bewerbungsprozesse nicht dazu geführt haben, dass Kandidatinnen abspringen. Derzeit finde ich es angebracht, alle Rahmenbedingungen, die nicht veränderbar sind, so früh wie möglich zu klären bzw. im Idealfall schon bekannt zu geben, bevor sich jemand für die Bewerbung entscheidet. Zu den Rahmenbedingungen gehört nicht nur das Gehalt, dazu gehört die Arbeitszeit, der Arbeitsort und manchmal auch die Ausstattung, Möglichkeit für Home-Office, Betriebsurlaub, etc. Gerade wenn sie sich in einer Branche bewegen wo ihr Spielraum für das Gehalt nicht allzu groß ist dann würde ich empfehlen das dringend so bald wie möglich im Prozess auch offen darzulegen.

Viele scheuen sich davor und meinen, dann wissen ja unsere Konkurrenten (also ich meine die Marktbegleiter), wieviel wir zahlen oder dann kriegen wir ja gar keine Bewerbungen mehr. Fakt ist, dass es uns nicht nützt, wenn wir uns mit den falschen Bewerbungen beschäftigen. Klick um zu TweetenWenn eine Bewerberin derzeit € 7.000 im Monat verdient und wir nur maximal € 3.000 Euro zahlen können, dann wirds wohl wenig Sinn machen, hier miteinander ins Gespräch zu gehen. Vielleicht stellt sie fest, dass der Job spannend wäre und wir, dass sie auch zu uns passt, aber an den Bedingungen können wir trotzdem nichts ändern. Was soll jemanden, in Zeiten von sehr niedriger Arbeitslosigkeit dazu bringen, für einen ähnlichen Job auf einen Großteil des Gehalts zu verzichten? Wenn das – aus welchen Gründen auch immer – der Fall ist, dann wird diese Person auch nicht abgeschreckt sein, sondern kann sich im Vorfeld Gedanken dazu machen. Warum sollen wir unsere Zeit und auch die Zeit der Bewerberinnen vergeuden. Das bedeutet nicht, dass man nicht trotzdem in Kontakt kommen und auch bleiben kann.

Dazu gehört auch, dass Sie sich im Idealfall vorab in die Situation Ihrer Kandidatinnen versetzen: was müssen Sie wissen? Wo im Prozess, in der Kommunikation gibt es Unklarheiten? Fragen Sie einfach Mitarbeiterinnen, die erst vor kurzem angefangen haben, lesen Sie Ihre Bewertungen auf kununu, denken Sie an Ihren eigenen Bewerbungsprozess.

Recruiting bedeutet allerdings, dass wir jetzt eine Position zu besetzen haben. Wenn wir darüber hinaus noch einen Pool für weitere Positionen aufbauen können, umso besser. Zeit ist für alle knapp und ihre potentiellen Mitarbeiterinnen werden es zu schätzen wissen, wenn Sie auch mit ihrer Zeit sorgsam umgehen. Konkret bedeutet das:

  • Für Klarheit sorgen, indem wir alle relevanten Informationen zur Verfügung stellen
  • Den Prozess transparent darstellen (wer ist beteiligt, wie viele und welche Stufen gibt es, …)
  • Rahmenbedingungen vorab klären (vielleicht einfach telefonisch?)
  • Ausreichend Zeit einplanen
  • Für eine angenehme Gesprächsatmosphäre sorgen (Wasser ist noch immer nicht selbstverständlich)

Uns bleibt so mehr Zeit, in der wir uns mit Kandidatinnen beschäftigen können, für die unser Angebot auch wirklich passt. Vielleicht ein Recruiting-Vorsatz fürs nächste Jahr?

Herzliche Grüße

Claudia

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Recruiting Weiterbildungen

Recruiting-Weiterbildungen, welche kannst du denn da empfehlen? Diese Frage wird mir immer wieder gestellt und da jetzt für viele der Zeitpunkt ist, die Planung 2019 zu konkretisieren, gibt es heute ein paar Tipps von mir.

Digital Recruiter
ist eine Online-Weiterbildung für Recruiterinnen in der DACH-Region. Das Programm reicht dabei von Active Sourcing bis zu meinem neuesten Modul „Der optimale Workflow im Recruiting.“ Die Lizenz gilt ein Jahr und man hat Zugriff auf alle Module.
Kosten 1.250,–
Termin: jederzeit
Ort: online, überall
Anmeldung **

Active Sourcing Basics
beim ÖPWZ ist ein Tages-Workshop, der Möglichkeiten aber auch Grenzen im Active Sourcing aufzeigt und vor allem für Recruiting-Verantwortliche interessant ist, die daran denken ihre Recruiting-Aktivitäten entsprechend auszuweiten.
Kosten 535,– *
Termine: 19.03. oder 10.07. oder 23.10.
Ort: Wien
Anmeldung

Sourcing Summit

für alle, die bereits entschieden haben, dass Active Sourcing ein Teil der Recruitingstrategie ist und die schon Erfahrung im Sourcen haben. Ich war 2018 als Teilnehmerin dabei und werden 2019 als Ambassador vor Ort sein. Meine Key Learnings von 2018 habe ich in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.

Kosten: 675,– (Earlybird Ticket bis 17.12.2018)

Termin: 03.-04.04.

Ort: München

Anmeldung

Lehrgang Recruiting
Ist eine Gesamtausbildung mit 7 Präsenz-Terminen von „Effizientes Bewerbungsmanagement & wirkungsvolle Jobinserate“ bis „Interview- und Gesprächstechnik zielgerichtet einsetzen“.
Kosten 3.965,– *
Termine: Februar oder September/Oktober
Ort: Wien
Anmeldung

Interactive Academy Digital Recruiting
ist ein Blended Learning Format über den Sommer. Präsenztage starten den Lehrgang, dann folgt eine begleitete Online Selbstlernphase und den Abschluss bilden wieder Präsenztage. Der Fokus bei diesem Kurz-Lehrgang liegt auf dem Thema Online-Recruiting.
Falls jemand das berühmte Parkbank-Video noch nicht gesehen hat (das ist doch sicher längst viral ein Hit) 😉 hier bitte: „Was hat eine Parkbank mit Recruiting zu tun?“

Kosten 3.695,– *
Termine: Juni – September
Ort: Wien / online
Anmeldung

Social Media Recruiting Bootcamp
ist für alle, die gleich in die Praxis umsetzen wollen. Der erste Teil ist eine Selbstlernphase zur Vorbereitung und an zwei Tagen im Juni geht es dann „zur Sache“.
Kosten 900,–
Termine: Mai und 05. und 06. Juni
Ort: Wien / online
Anmeldung: claudia.lorber@socialmediarecruiting.at

Learn with Google
Ist eine (nona) 😉 Onlineplattform, die unter anderem Trainings für Grundlagen des Onlinemarketings zur Verfügung stellt – perfekt geeignet, um sich einmal mit dem Thema vertraut zu machen.

Kosten 0,–
Termine: jederzeit
Ort: online
Anmeldung 
Wer Präsenztrainings bevorzugt, kann in Wien kostenfrei an unterschiedlichen Google Trainings teilnehmen.

YouTube
ist eine Quelle an unerschöpflichen Inputs – auch zum Thema Recruiting. Ich habe auf meinem Kanal eine Playlist mit sehenswerten TED Talks und Webinaren zusammengestellt.

Bücher
Man kann sich auch lesend weiterbilden, hier ein kleiner Auszug meiner Bibliothek:
Praxishandbuch Social Media Recruiting: Experten Know-How / Praxistipps / Rechtshinweise**

Das Design Thinking Playbook: Mit traditionellen, aktuellen und zukünftigen Erfolgsfaktoren
Habe ich hier rezensiert.**

Erfolgsfaktor Sourcing: Such- und Ansprachestrategien im World Wide Web**
Werde ich nächstes Jahr (endlich) rezensieren.

TalentPro
für alle, die nicht nur auf Know-how Erweiterung, sondern auch auf Vernetzung und Inspiration setzen möchten, ist vielleicht ein „Ausflug“ nach München interessant. Das Line-up wird erst im Jänner verraten, aber psst – ein Name wird Ihnen sicher bekannt vorkommen. 😉 Und noch etwas: im Jänner verlose ich ein Ticket auf meiner Facebook Seite.

Kosten 49,– bis 139,–
Termine: 13. und 14. März
Ort: München
Tickets 

Für Recruitingverantwortliche, die ihren Job auch künftig erfolgreich und (wieder) mit Freude ausüben wollen, habe ich 2019 ganz spezielle Angebote. Die Infos dazu gibt es ab Jänner in meinem Newsletter für Social Media Recruiting Insider.

Da war doch jetzt wirklich für jede etwas dabei oder?
Welche Weiterbildung für Recruiting fehlt Ihnen noch? Geben Sie mir einfach Bescheid, vielleicht habe ich ja noch den einen oder anderen Hinweis.

Herzliche Grüße

Claudia

*Vorteilspreise für meine Blog-Leserinnen und -Leser: einfach bei der Anmeldung bekannt geben!
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