HRBarCamp oder HR Inside Summit?

Darf man, wenn man selbst HR Events organisiert, eigentlich über andere berichten? Ist es ok, zwei zu vergleichen? Da wir in erster Linie daran interessiert sind, Menschen in HR Funktionen zu unterstützen, haben wir uns dazu entschieden, zu berichten. Und so, allen, die dabei waren, eine Nachlese und allen, die nicht dabei waren, eine Entscheidungsgrundlage für das nächste Jahr zu bieten. Daher kommt hier ein Versuch, das HR BarCamp und den HR Inside Summit zu vergleichen. Ein Versuch deshalb, weil die beiden Events völlig anders gestaltet und dadurch eigentlich nicht vergleichbar sind.

Ich finde es schön, wenn es neue Formate am Eventmarkt gibt und noch schöner, wenn diese sich vom Ablauf und Programm unterscheiden. Natürlich bringt das auch die Qual der Wahl mit sich. Schwierig ist sicherlich die zeitliche Nähe. Zwei 2-Tages HR Events im Zeitraum von zwei Wochen. Das lässt sich vermutlich für die meisten kaum mit dem Arbeitsalltag in Einklang bringen. Für diese These spricht übrigens, dass beide Veranstaltungen heuer nicht ausverkauft waren. Ich gehe aber davon aus, dass viele, die im HR tätig sind, grundsätzlich interessiert an den Events sind. Also muss man eine, wirklich schwierige, Entscheidung treffen: HR BarCamp oder HR Inside Summit?

Ich beginne mit dem HR BarCamp aus dem einfachen Grund, weil es 2 Wochen früher stattgefunden hat. Beim HR BarCamp, organisiert von whatchado, war ich heuer das erste Mal dabei. Überrascht hat mich die hohe Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, auch aus der Schweiz und sogar aus den Niederlanden waren einige HR Kolleginnen anwesend. Müsste ich es in einem Wort zusammenfassen, dann wäre das wohl „HR Familientreffen“. Nicht nur weil Jubin uns alle gleich zu Beginn „umarmt“ hat, sondern auch, weil die Atmosphäre 2 Tage durchgängig eher familiär war. Alle sind per du (das ist eine der ganz wenigen BarCamp Regeln), viele kennen sich bereits (entweder aus den Vorjahren oder eben aus der HR Szene) und es gibt, abgesehen von kurzen Inputs zum Ablauf durch die Moderatoren (ich würde sie eher Gastgeber nennen), kein vorher festgelegtes Programm. Jeder kann sich einbringen, keiner muss.
Was ist eigentlich ein BarCamp? Hier die Definition:
Ein BarCamp ist eine Ad-hoc-Nicht-Konferenz, auch Unkonferenz genannt und das erste deutschsprachige hat übrigens 2006 in Wien stattgefunden.

Das Format birgt die Gefahr, dass die vorgeschlagenen und ausgewählten Themen für mich nicht relevant sind. Tatsächlich war es so, dass die meisten mit denen ich gesprochen habe, sehr gerne noch bei mehr Sessions dabei gewesen wären. Ich habe mir bewusst Sessions ausgewählt, von denen ich gehofft habe, dass ich mit mehr Know-how heimkomme. Bei 2 der 5 besuchten Sessions war dies für mich auch der Fall. Robindro hat großartig erklärt, wie Bots eigentlich funktionieren und hat die Diskussion für Einsatzbeispiele im HR eröffnet. Barbara hat uns mit Sourcing Tipps versorgt und vor allem Kolleginnen, die im IT und Tech Recruiting tätig sind, hilfreiche Tricks mitgegeben.
Noch mehr Nachlese gibt es hier:
https://www.arbeitgebermarkenfreunde.de/yvonnes-erste-session-zum-thema-employee-benefits
http://www.mein-tellerrand.de/hrbc17-wien/
https://blog.whatchado.com/hr-barcamp-wien-drei/
https://intercessio.de/5-fragen-rund-um-das-hr-barcamp-in-wien/
und natürlich auf Twitter #hrbc17

Und schon sind wir beim HR Inside Summit. Müsste ich diesen HR Event in einem Wort zusammen fassen wäre es wohl „glanzvoll“. Wiener Hofburg, moderiert von Christian Clerici, HR Award mit Gala Dinner. Die gesamte Organisation ist sehr professionell, aber hier sind ja auch Profis am Werk, deren Business es ist, Events zu veranstalten. Das Programm ist wenig interaktiv (manche Sessions sind das durchaus, aber das weiß man natürlich im Vorfeld nicht) und ob die Speaker inspirierend oder berührend sind kann man im Voraus auch nicht erahnen.
Was ist eigentlich ein Summit? Hier die Definition:
Zusammenkunft, Konferenz hochrangiger Politikerinnen und Politiker besonders aus führenden, einflussreichen Staaten; internationales Treffen auf höchster Ebene.

Auf der Website wird „Wissenstransfer / Networking / Entertainment“ angekündigt, und ja – irgendwie ist es ein wenig von allem. Wissenstransfer findet vorrangig in den Sessions statt, Networking in den Pausen (die einige Teilnehmerinnen zu großzügig angesetzt finden) und Entertainment auf der Mainstage. Dietmar Dahmen hat mit seiner Keynote und der „Kettensäge gegen Polster“ Performance das Publikum gespalten. Von „geht gar nicht“ bis „grandios“ habe ich alle Kommentare gehört.

Eine erste Nachberichterstattung gibt es schon von Eva auf dem hrweb. Nachdem ich auch einige bloggende Kolleginnen und Kollegen im Publikum gesehen habe, werden hier sicher noch Berichte folgen. Die Tweets sind überschaubar, aber es gibt ein paar #hris17.
Und wer sich bis jetzt noch nicht zu einem HR Event, das erstmalig in Österreich stattfindet und ein ganz anderes Format als das BarCamp und der HR Inside Summit ist, angemeldet hat, sollte das schnell nachholen: ich hoffe wir sehen uns bei DisruptHR am 05. Oktober 2017 in Wien.

Herzliche Grüße
Claudia

kununu wird kununew

Zum 10. Geburtstag bekommt kununu ein Makeover. Neue Website, neues Feature und neues Office innerhalb von 2 Monaten. Die Kununuianer waren also fleißig. Zeit, einmal einen Blick auf die Mutter aller österreichischen HR Start-ups zu werfen und die neue Startpage und das neue Feature unter die Lupe zu nehmen. Außerdem die Antwort auf die Frage, warum kununew dazu beiträgt, dass es künftig Social Media Positionen nicht nur in den Marketing-Teams geben wird.

Für alle HR Verantwortlichen, die kununu noch nicht kennen (kaum zu glauben, soll es aber geben ;-)), hier ein kurzer Überblick. Gegründet 2007 in Wien, übrigens 2 Jahre vor dem Marktbegleiter glassdoor. 2013 wurde die HR Plattform von XING gekauft (2017 folgte mit Prescreen noch ein österreichisches HR Start-up) und gehört somit seither zum Hamburger Konzern. Seit 2016 kooperiert kununu in den USA mit monster und aktuell wird ein Spin-off für ein smartes B2B-Produkt in Berlin gegründet.

Was ist kununu?
kununu ist derzeit mit rund 1,7 Millionen Bewertungen zu 300.000 Unternehmen die größte Arbeitgeber-Bewertungsplattform in Europa. Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter, Bewerber und Lehrlinge bewerten auf kununu Unternehmen unter anderem in den Kategorien Arbeitsbedingungen, Karrierechancen und Gehalt. Mit täglich rund 1.000 neuen Bewertungen zu 500 Unternehmen kommen wir unserer Vision „volle Transparenz am Arbeitsmarkt“ mit jedem einzelnen Tag ein Stück näher. Gleichzeitig bieten wir Unternehmen eine unverzichtbare Plattform, um sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren und ihre Stärken und Vorteile aktiv zu kommunizieren.“
So der Text auf der Website. Steffen Zoller, Geschäftsführer, beschreibt es auf Twitter so:

Was ist kununew?
Gemeinsam mit 9 anderen Bloggern und Journalisten wurde ich letzte Woche eingeladen, bei der Sneak Preview von „kununu wird neu“ dabei zu sein. Wir konnten die neue Website und auch das neue Feature „Fragen“ ansehen. Offenheit und kritikfähig sein gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für kununu selbst, daher wurden wir eingeladen, Fragen zu stellen und Feedback zu geben.

Das neue Feature „Fragen“
Das „Fragen“-Feature bietet ergänzend zur Bewertung durch Bewerberinnen & Mitarbeiterinnen die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen und Antworten aus der kununity zu bekommen. Das muss nicht die HR Verantwortliche sein, sondern man hofft, dass viele Antworten von Menschen, die entweder im Unternehmen beschäftigt sind oder waren kommen. Wenn man zum Beispiel dezidiert wissen möchte, wie es an einem bestimmten Standort oder in einer bestimmten Abteilung ist. Mit dem neuen Feature führt kununu auch den „Hilfreich“-Button ein. Ähnlich wie bei anderen Websites können User dann mit einem Klick angeben, ob sie die Antworten hilfreich fanden. Die Fragen und Antworten sind weiterhin anonym, aber nur für registrierte Userinnen möglich. Sollte eine falsche Antwort veröffentlicht werden, kann dies reportet werden und man hat als Unternehmensvertreterin natürlich auch weiterhin die Möglichkeit, offiziell antworten.
Mit dem Fragen Feature möchte kununu für die Userinnen Individueller werden, denn jeder Bewerberin, jeder Mitarbeiterin liegen andere Dinge am Herzen und sind dem einen wichtiger als dem anderen. Durch die Möglichkeit der Interaktion soll so die kununity aufgebaut werden. Das Fragen-Feature ist aktuell auf dem Profil von kununu zu sehen (und zu testen), ab November wird es dann für alle Unternehmen zur Verfügung stehen.

Das kununu Makeover

Hier der direkte Vergleich:
Die bisherige kununu Webpage

Und hier die überarbeitete Startpage, clean, hell und mit mehr Fokus auf den Benefit für die Userin

Das Ziel ist es, dass sich jede Userin ihr Layout je nach Interesse selbst gestalten kann. Mir gefällt das neue Layout sehr gut, ich denke allerdings, dass die Userinnen kununu immer nur in den Phasen der Jobsuche intensiv verwenden, ob da die „maßgeschneiderte“ Startseite wirklich nötig ist, bezweifle ich.

Was ich aber nicht bezweifle ist, dass mich kununew in meiner Meinung bestärkt, dass künftig jedes HR Team auch die Rolle der Social Media Redakteurin brauchen wird.

Das Fragen Feature kann ein guter Spiegel dafür, was die Bewerberinnen beschäftigt und was sie wirklich über potentielle Arbeitgeber wissen möchten. Darum sollten HR Verantwortliche sowohl die Bewertungen und künftig auch das Q&A Feature des eigenen Unternehmens monitoren. Haben Sie die Kapazitäten, das zu monitoren und vor allem im Falle des Falles schnell zu beantworten? Und wissen Sie, auf welchen Plattformen vielleicht noch über Ihr Unternehmen als Arbeitgeber „gesprochen“ wird?
Und nicht zu vergessen: wir haben keinen Einfluss darauf, ob jemand den Bewerbungsprozess oder das Unternehmen als Arbeitgeber bewertet. Dies passiert, unabhängig davon, ob man ein (bezahltes) Unternehmensprofil hat oder nicht. Sofern Sie das nicht längst getan haben, dann schauen Sie am besten jetzt gleich einmal nach, ob und welche Bewertungen es eigentlich gibt. Im nächsten Schritt sollten Sie Überlegungen anstellen, wie Sie kununu künftig in Ihre Recruiting- und Employer Branding Strategie einbinden. Die Qualität der Antworten und auch der Stellungnahmen ist ein wesentlicher Faktor für eine gelungene Candidate Experience. Auf dieser Liste der schlechtesten Bewerbungsprozesse möchte vermutlich keiner landen.
Ich rate in jedem Fall dazu, sich kostenfrei zu registrieren, damit Antworten und Stellungnahmen möglich sind. Und wann ist ein bezahltes Unternehmensprofil von Vorteil? Dazu möchte ich vorwegnehmen, dass man ein kostenfreies Unternehmensprofil (Basisprofil) auf XING anlegen kann, auf kununu jedoch nicht. Ein bezahltes Unternehmensprofil ist auf XING und kununu sichtbar und es können Logos, Fotos, Videos, Unternehmensinformationen und XING Stellenanzeigen eingebunden werden. Außerdem gibt es Statistiken, die im Reporting unterstützen und für strategische Überlegungen genutzt werden können. Da das Profil pro Jahr ca. 4.000,– EUR kostet ist es vor allem für KMUs wichtig, gut zu analysieren, wo sich die potentiellen Mitarbeiterinnen aufhalten und wie hoch der Recruitingbedarf ist. So kann man schnell ausrechnen, ob sich das Investment in ein bezahltes Unternehmensprofil auszahlt.

Die Zeit für ein kostenfreies Unternehmensprofil auf XING und die Registrierung auf kununu würde ich jedenfalls aufwenden, das lohnt sich sicher!

Herzliche Grüße
Claudia

„Just give me reason“ oder die wahren Gründe für Absagen

Der Song von Pink ist zwar eher in die Kategorie „Heartbreak“ einzuordnen, aber ich bin sicher die meisten Bewerberinnen denken sich nach einer Absage genau so etwas: „Just give me a reason, just a little bit’s enough“. Normalerweise adressiere ich in meinen Beiträgen HR Verantwortliche, oft Recruiterinnen. Heute möchte ich einen „offenen Blogbeitrag“ auch für Bewerberinnen schreiben. HR und Führungskräfte bitte trotzdem weiterlesen, ist ja nicht so, dass euch das Thema nix angeht ;-). Recruiting könnte nämlich eigentlich ganz einfach sein.

Immer wieder lese ich mit Erstaunen, was sogenannte Karrierecoaches, Karriereberater etc. so alles von sich geben. Wie denn die Bewerberinnen den Job auf jeden Fall kriegen. Überschriften wie: „nur diese 3 Wörter im Lebenslauf verwenden und Sie haben den Job“. Am liebsten würde ich da jetzt WTF?? schreiben (ich mach es einfach mal). Oder „so bereiten Sie sich richtig (also nach meiner Methode) vor, dann kann nichts mehr schiefgehen.“ Äh wie soll das bitte funktionieren? Ist es nicht klar, dass das völlig unmöglich ist?

Recruiterinnen und Führungskräfte sind auch nur Menschen. Mit Vorlieben und Macken, ja ich sage sogar mit Vorurteilen behaftet und durch ihre eigene Geschichte und ihr Umfeld geprägt. Das bedeutet, ich als Recruiterin kann nur davon sprechen, wie ICH die Unterlagen gerne aufbereitet haben mag und wie ICH mir ein Gespräch vorstelle. Der Hiring Manager sieht das übrigens vielleicht ganz anders. Aber egal, los Bewerberin, leg dich ins Zeug und rate mal drauf los, wie und was ich gerne von dir hätte. Und das ist leider der einzige Rat, der 100 % ig stimmt.

Natürlich wundern oder ärgern wir uns sogar, wenn wir Bewerbungen bekommen, die völlig ohne Aussage sind oder skurrile Situationen mit Bewerberinnen erleben. Ja es gibt ein paar Dinge, die wir uns im CV vermutlich alle wünschen würden: so etwas wie nicht einfach nur 2012 – 2016 Firma XY hinzuschreiben, sondern vielleicht auch noch die Funktion und am besten etwas über die Tätigkeiten. Und über 33 Anhänge inklusive Volksschulzeugnis und jede einzelne Seminarbeurteilung auf der Uni brauchen wir gar nicht sprechen.

Zeit, wieder einmal aus dem Nähkästchen zu plaudern und Bewerberinnen zu vermitteln, wie es in der Recruitingrealität so abläuft: Recruiterin meldet sich ein wenig verzweifelt, es gilt no na 😉 einen Job zu besetzen. Seit 6 Monaten kommt keine brauchbare Bewerbung. Zitat: „Eigenartig, denn wir besetzen den Job nicht zum ersten Mal und bisher hat das mit einem Online Inserat immer funktioniert.“ Also gut, Briefinggespräch durchgeführt und tatsächlich, in meinem Netzwerk gibt es eine Kandidatin, die aus meiner Sicht sehr gut passt. Für uns ist ja der CV weniger entscheidend, sondern die Kompetenz, das Potential und die Persönlichkeit der Kandidatinnen. Dies wissen auch unsere Kundinnen. Ich sende also den Lebenslauf und die relevanten Infos an die Recruiterin. Nach 10 Tagen (!) erhalte ich die Rückmeldung: der CV ist uns zu „bunt“ wir suchen lieber noch weiter. Und 4 Jahre einschlägige Erfahrung im letzten Job sind leider nicht genug denn „zumindest 5 Jahre sollte man schon in einem Unternehmen gewesen sein.“ Tja der Leidensdruck ist wohl einfach noch nicht groß genug. Vorschlag für das Stelleninserat: Bitte bewerben Sie sich nur, wenn Sie bisher mindestens 5 Jahre in ihren bisherigen Funktionen tätig waren. 4 Jahre und 8 Monate? Nein, Sie nicht.

Anderes Beispiel: Führungskraft sucht Assistenz. Die ersten Kandidatinnen (natürlich nur Frauen, Männer bleiben ja sowieso nicht, die brauchen wir erst gar nicht einladen) kommen zum Gespräch. Kandidatin 1 wird abgelehnt. Begründung: die ist zu dick, die hat keine Disziplin. Kandidatin 2 wird auch abgelehnt: die ist zu dünn, die ist sicher nicht gesund. Vorschlag für das Stelleninserat: Bitte bewerben Sie sich nur, wenn Sie weiblich und ohne Kinderwunsch sind, außerdem mit einem BMI im Normalbereich.

Und hier kommt noch ein Beispiel: Hiring Manager sucht Assistentin. Frau bitte, aber nicht zu jung und nicht zu alt, schwanger werden soll sie halt bitte auch nicht in den nächsten Jahren. Die ersten Gespräche haben stattgefunden, er lehnt alle ab. Begründung: sie sollte bitte blond sein, die gefallen ihm einfach besser und am besten eine Tänzerin. Er geht mit seiner Frau nämlich so gerne tanzen und darüber möchte er sich mit seiner Assistentin auch unterhalten können. Vorschlag für das Stelleninserat: Blonde Assistentin, ca. 25 Jahre mit Interesse für Tanz gesucht.

So einfach könnte Recruiting nämlich sein!

Die Wahrheit ist allerdings, die Wahrheit über den Absagegrund werden die meisten Bewerberinnen (hoffentlich) nie erfahren. Aus arbeitsrechtlichen Gründen zum Beispiel. Der Job einer Recruiterin ist es nämlich auch, diplomatisch zu sein. „Sorry, Sie sind einfach nicht blond genug“ (dem könnte man ja noch Abhilfe schaffen) oder „müssen mehr essen“ heißt im Absagejargon nämlich: wir haben jemanden gefunden, der einfach noch eine Spur besser passt. Also eine blonde Tänzerin oder eine normalgewichtige Frau oder jemanden, der nur 1 x Job gewechselt hat bisher.

Das sind wahre Absagegründe und es sind nur ein paar Beispiele für viele mehr. Das steht eher nicht im Karriereratgeber und darauf kann man sich auch beim besten Willen nicht vorbereiten. Und solange es Führungskräfte gibt, die so denken und die Entscheidung über potentielle Mitarbeiterinnen treffen, wird sich auch nichts ändern.
I’m sorry I don’t understand where all of this is coming from. I thought that we were fine.“ Pink weiß Bescheid!

 

Herzliche Grüße
Claudia

1 Überblick & 2 Gewinnchancen: HR Events im Herbst 2017 Auswahlhilfe inklusive

September ist nicht nur Schulbeginn, für viele ist die Urlaubszeit vorüber. Budgetplanungen stehen an oder sind in der heißen Phase, die Zeit bis zum nächsten Urlaub scheint lange zu sein. Und der Herbst ist auch die Zeit der Weiterbildung, sich informieren, was es neues am Markt gibt. Dazu eignen sich Events wie Tagungen, Kongresse, Messen etc. Seit einigen Jahren gibt es neue Veranstaltungsformate speziell für die Zielgruppe HR und jedes Jahr kommt (zumindest) ein neues dazu. Wie soll man hier noch die Übersicht bewahren und vor allem eine Entscheidung treffen? Hier kommt unser Überblick in chronologischer Reihenfolge inklusive Auswahlhilfe:

Den Start im September macht das 3. Wiener
HR BarCamp
14. und 15. September 2017, Wien
Veranstaltet von Whatchado

Wer teilnehmen sollte: Alle, die noch nie auf einem BarCamp waren. Das Format spricht für sich und alle, denen das zu ungenau ist können in unserem Gastbeitrag vom letzten Jahr nachlesen wie das abläuft.

Knapp 2 Wochen später geht es in die 2. Runde für den
HR Inside Summit
27. und 28. September 2017, Wien
Veranstaltet von ÜBERALL scene development
Alle, die sich bis zum 13. September für unseren HR Relations Newsletter oder in unserem HR Karrierecenter eintragen, haben die Chance, ein Standard Ticket zu gewinnen.
Wer teilnehmen sollte: Alle, die vielleicht ein wenig den internationalen Flair bei HR Events vermissen und die sich Impulse und Inspiration holen möchten. In meinem „Reisebericht“ habe ich den Besuch im letzten Jahr zusammengefasst.

Im Oktober kommen wir zu meinem persönlichen Highlight 😉 we proudly present
DisruptHR Vienna
05. Oktober 2017, Wien
Veranstaltet von HR Relations

Hier kommt die 2. Gewinnchance für alle, die sich bis zum 13. September für unseren HR Relations Newsletter oder in unserem HR Karrierecenter eintragen, es gibt ein Regular Ticket zu gewinnen!
Wer teilnehmen sollte: Natürlich alle, die in HR Funktionen sind. Alle, die neugierig sind. Alle, die mutig sind. Wir freuen uns auf euch!
DisruptHR kommt nun nach Wien und steht unter dem Motto „From another point of view“! „Disrupt“ bedeutet Dinge zu „zerstören, zerrütten, zerreißen“. Ist die Human Resources Funktion noch zeitgemäß oder sogar obsolet? Wie kann das HR Business künftig aussehen und was muss sich ändern, um den Anforderungen von New Work & Co gerecht zu werden? Was kann hilfreicher sein, um die eigene Funktion und den Berufsstand zu hinterfragen, als die Perspektive zu wechseln?

Um Flexibilität geht es bei dem diesjährigen
Forum für Human Resources Management
12. – 13. Oktober 2017, Salzburg
veranstaltet vom ÖPWZ

Wer teilnehmen sollte: Personen, in HR Funktionen, die sich mit dem Thema Flexibilität aus unterschiedlichen Aspekten beschäftigen. Die Mitgliedschaft im Forum Personal ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Gleich in der nächsten Woche heißt es
PEp – Personal­entwicklung pur
19. und 20. Oktober 2017, Mauerbach
Veranstaltet von Business Circel
Wer teilnehmen sollte: Nomen est omen, alle, die sich schwerpunktmäßig mit Personalentwicklung beschäftigen.

Dann haben wir ein wenig Verschnaufpause bevor es im November weitergeht und zwar zur
Personal Austria
08. und 09. November 2017, Wien
Veranstaltet von Spring Messe
Wir freuen uns, dass wir ein Kontingent an Frei-Tickets erhalten haben, die wir gerne an (3 Mal dürfen Sie raten ;-)) die Abonnentinnen unseren Newsletters und die registrierten Kandidatinnen in unserem HR Karrierecenter weitergeben.
Nachdem ich in den letzten 2 Jahren nicht wirklich überzeugt war, dass das Messeformat noch zeitgemäß und ein Besuch lohnenswert ist, freue ich mich sehr, dass die Veranstalter sich jetzt wirklich ins Zeug legen, um die Personal Austria wieder zu einem Highlight der HR Eventszene zu machen. Wieso ich das weiß? Weil ich an beiden Tagen um die Mittagszeit ein HR Battle moderieren werde . Diesmal wird es nicht um HR Products gehen, aber der verbale Schlagabtausch und wirkliches Vergnügen verspreche ich schon jetzt!
Wer teilnehmen sollte: Alle, die sich einen Überblick über HR Themen und Tools erhoffen und natürlich alle, die mich live erleben möchten ;-).

Ende November finden dann 2 spannende Formate am gleichen Tag statt nämlich
LinkedHR Leader
30. November, Mauerbach
Veranstaltet von BELINKED business networks
Wer teilnehmen sollte: Alle, die Interesse am persönlichen Netzwerken haben und ihre Gesprächspartner schon im Vorfeld bestimmen möchten.

The Disruptive HR Programme
30. November, Wien
Veranstaltet von Disruptive HR
Wer teilnehmen sollte: HR professionals who are interested in changing HR and want practical help to make it happen.
Wir haben Lucy Adams heuer beim Fifteen Seconds Festival kennen gelernt und freuen uns, dass sie einen Tag in Wien verbringen wird.

Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist eine Auswahl, die wir nach bestem Wissen und Gewissen getroffen haben. Wir denken, dass für jeden etwas dabei ist und freuen uns, darauf Sie auf dem einen oder anderen Event persönlich zu treffen!
Wir sind (leider) nicht auf allen HR Events vertreten (irgendwie müssen die Tickets ja auch finanziert werden ;-)), wir versuchen jedes Jahr ein wenig abzuwechseln. Wir sind auch immer gerne auf Veranstaltungen, die nicht unmittelbar HR als Zielgruppe haben, ganz im Sinne von „über den Tellerrand hinaussehen“. Das waren im Jahr 2015 z.B. der Innovationskongress in Villach, 2016 das Wirtschaftsforum 2komma7 und 2017 das Fifteen Seconds Festival. Gibt es eine Empfehlung für 2018?

Herzliche Grüße & viel Vergnügen
Claudia