HR Events mit recruitingpraxis Special

HR Events ohne Ende im Herbst in Österreich! Kalender zücken, Termine reservieren, Tickets buchen! Die Veranstaltungsdichte im Herbst ist immer schon hoch, jährlich kommen neue Formate dazu. Heute daher ein Überblick mit Empfehlungen, bei einigen Events werden wir auch vor Ort sein und dann natürlich wieder berichten. 

Eigentlich geht es ja um HR Events in Österreich, aber das AUGENHÖHE Camp findet bisher (leider) nur in Deutschland statt. Im November übrigens in München (wem Berlin dann doch zu weit ist), dafür gibt es aber aktuell noch keine Tickets.

AUGENHÖHEcamp: Das Barcamp für Organisationsentwicklung 
08.09. in Berlin
http://augenhoehe-camp.de/ahcamps-2016/ahcamp-berlin/ 

Gut, die Expedition.R ist kein klassischer HR Event sondern eher eine Weiterbildung für Recruiterinner, hat aber auf jeden Fall Eventcharakter!

Expedition.R – die Lernreise für Recruiting Profis 
16./17.09. Start in Wien
www.expeditionR.at

Nach dem XING E-Recruiting Barcamp im Mai bin ich gespannt auf das HR Barcamp veranstaltet von whatchado, noch gibt es Tickets!

HR Barcamp
22.09.16-23.09.16 im T-Center in Wien
http://at.hrbarcamp.org/ 

Also gleich drei extrem spannende Events zum Saisonstart im September!
Im Oktober geht es weiter mit dem DNA Smart Afternoon, wo es darum geht, Lebenskonzepte des Einzelnen und unternehmerische Wirtschaftlichkeit gleichzeitig möglich zu machen.

Das Neue Arbeiten DNA Smart Afternoon Wien 2016
05.10. Am Erste Campus in Wien
http://www.dasneuearbeitendna.com/smart-afternoon-wien/ 

Weiter geht es mit Fairversity Europas einziger Karrieremesse mit Diversity-Schwerpunkt, wo u.a. ein Service entwickelt wurde, das eine Live-Stellenvermittlung zwischen Messebesuchern und ausstellenden Unternehmen direkt auf der Karrieremesse selbst erlaubt.

Fairversity
11.10.2016 im MAK in Wien
http://www.fairversity.at/ 

Bereits zum zweiten Mal findet von 12.-13. Oktober 2016 der HR Inside Summit statt. Der parallel stattfindende Sidevent zum Thema „Arbeitswelt 4.0“ kann mit dem Ticket ebenfalls besucht werden.
Erstmalig werden HR Awards verliehen. Prämiert werden Projekte und Ideen für den HR Bereich in 6 Kategorien sowie in der Kategorie „HR Person of the Year“.  Einreichfrist ist übrigens der 31. Juli, wer gerade an einem spannenden HR Projekt arbeitet hat noch ein paar Tage Zeit!

HR Inside Summit 
12.10.16-13.10.16
Hofburg Wien
http://www.hrsummit.at/

Und jetzt kommt das recruitingpraxis Special!
Sie möchten dabei sein? Mit hr personal gibt es 50 % Rabatt auf das Ticket! 
Die ersten 25 Anmeldungen bekommen einen einmaligen Rabatt auf das 2-Tages Ticket in der Höhe von 50 %.  Aktuell gibt es auch noch ein Kontingent von Early Bird Tickets, es lohnt sich also 😉
Was Sie dafür tun müssen? Einfach ein E-Mail an Stefanie Furch  UND in cc an mich mit dem Betreff „hr personal“ senden. Der Rabattcode wird umgehend zugesandt und Sie können Ihr vergünstigtes Ticket sofort erwerben!

Zeitgleich findet in Salzburg das Forum für HR Management vom ÖPWZ  statt.

Forum für Human Resource Management
13.10.16-14.10.16 in Salzburg
http://personal.opwz.com/hr-tagung.html 

Direkt im Anschluss geht es weiter mit der

Pep 2016: Personalentwicklung – pur 
15.10.16-16.10.16 in Wien
http://businesscircle.at/human-resources/konferenz/pep-personalentwicklung-pur 

Und wer im Oktober noch nicht genug hat, sollte sich vielleicht einmal die TEDx Vienna ansehen. Es geht um die Zukunft (der Arbeitswelt), Diversity, Human Connections und vieles mehr!

TEDx Vienna „Out there“
22.10.2016 in Wien, Volkstheater
http://www.tedxvienna.at/outthere/ 

Nach einer kurzen Verschnaufpause findet die 15. Personal Austria statt. Zum Messejubiläum gibt’s ein neues Look-and-Feel, der Webauftritt wurde schon geändert, neue Formate und Highlights versprochen, man darf gespannt sein!

Personal Austria 
09.11.16 – 10.11.2016 in der Messe Wien
http://www.personal-austria.at/content/index_ger.html 

Das angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann man beim
HR Innovation Congress
16.11.16-17.11.16 im Burgenland
http://hr-kongress.at/

Und für alle, die recht weit im voraus planen: im Februar 2017 gibt’s die nächsten Termine für unseren HR Brunch 🙂

Schönen Sommer und vielleicht sehen wir uns ja im Herbst bei der einen oder anderen Veranstaltung!

Herzliche Grüße 
Claudia

Was wäre wenn Recruiting einfach wäre und die Unternehmenskultur nicht an der Wand hängt?

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Eigentlich sollte dies eine Nachlese zum ARS HR Kongress werden und irgendwie geht es plötzlich wieder um Unternehmenskultur und ein ganz anderer Event hat sich auch in den Blogbeitrag geschummelt. Zeichnet sich da etwa ein Trend ab? Und was hat jetzt Recruiting mit Unternehmenskultur zu tun? Alles. Meine ich jedenfalls.

Hat nun der Cultural Fit Einfluss im Recruiting oder sollte es so sein? Diesen Fragen begegne ich in letzter Zeit recht häufig. Und war selbst innerhalb von wenigen Tagen auf zwei Veranstaltungen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: beim ARS HR Kongress einerseits und beim Forbes 30 unter 30 Event. Culture Clash pur (und das ist ein Aspekt an meinem Job, den ich wirklich großartig finde)! So stelle ich mir das vor, wenn ich am Dienstag bei einem Konzern und am Donnerstag bei einem Start up ein Bewerbungsgespräch habe 😉

Starten wir mit dem ARS Kongress, Thema Performance Management. Karin Bauer vom Standard hat bereits in der Printausgabe darüber berichtet. Es waren 14 Personen anwesend, Schulbank Setting, PowerPoint Vortrag und anschließende Diskussion. Nennen wir es einfach klassisch oder traditionell.

Stellvertretend für die Inhalte des Vormittages möchte ich zwei Aussagen zitieren:

Wir haben uns extrem bemüht den Frauenanteil zu erhöhen, jetzt haben wir sogar welche in Führungspositionen. Und jetzt sind welche schwanger, die wollen dann in Teilzeit zurückkommen. Ein Problem.“
Bei uns gibt es eine Kultur des Scheiterns. Wenn Führungskräfte draufkommen, dass Sie den Führungsjob eigentlich gar nicht wollen, ist es möglich, wieder in die Expertenfunktion zu wechseln.“

Beide Aussagen sind hervorragende Beispiele für „gut gemeint ist nicht immer gut gemacht“ oder?

Wenn Führungskräfte also irgendwann draufkommen, dass sie entweder nicht führen wollen oder können (und das eine hängt wohl maßgeblich mit dem anderen zusammen) und dann, was selten genug vorkommt, laut darüber nachdenken, den Schritt „zurück“ in die Expertenfunktion zu machen wird das als „Kultur des Scheiterns“ bezeichnet! Warum bedeutet das bitte zu scheitern? Warum sprechen wir nicht davon, dass es möglich ist, entsprechend den eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen eingesetzt zu werden? Oder zum Beispiel in unterschiedlichen Lebensphasen unterschiedliche Rollen im Unternehmen einzunehmen? Ein Teilnehmer hat vorgeschlagen, dass man zum Beispiel Führungskraft auf eine bestimmte Zeit wird und danach entscheiden kann, ob das denn die passende Funktion ist. Eine Art „Schnupperzeit“ für das Führungskräftedasein. Wenn wir einen Job in einem neuen Unternehmen beginnen gibt es ja schließlich auch eine Probezeit, die genau dazu genutzt werden soll: zu erkennen, ob der Job auch wirklich der richtige für mich ist (und oft wohl auch, ob der Cultural Fit wirklich gegeben ist 😉

Die richtigen Leute finden, an Bord holen und richtig einsetzen, eine Mega Aufgabe für Recruiting und vor allem für Führungskräfte.

Und wie ist das eigentlich bei Buffer? Leo Widrich hat beim Forbes Event ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert, hier ein paar seiner Aussagen:
Die Unternehmenskultur muss nicht an der Wand hängen, damit sie präsent ist. Es ist schlicht die Vision der Gründer. Diese muss transparent sein (alles andere wäre bei Buffer ja auch verwunderlich 😉 Wichtig ist die emotionale Response, man kann, nein man muss auch wenn man Menschen entlassen oder kündigen muss, diesen mit Würde begegnen. Bei Buffer sind die Gehälter übrigens an das jeweilige Landesniveau angepasst. Leo meint, er würde alles andere schlichtweg unfair finden, erstens sind die Lebenshaltungskosten in Kalifornien nun mal anders als in Indien und wären die Gehälter nicht marktkonform wäre das eine Art moderne Sklaverei, da ja niemand mehr wieder wechseln könnte, wenn er das 10 oder 20 fache verdient wie in einem anderen Unternehmen. Und noch ein Satz, der wohl sein Lebensmotto ist: „Transparenz macht Entscheidungen einfach!“

Apropos einfach, kommen wir zum zweiten Teil des HR Kongresses. Eva Planötscher-Stroh hielt einen launigen Vortrag unter dem Motto „Was wäre wenn Recruiting einfach wäre?“ und ermutigte die wenigen Teilnehmerinnen zu mehr Mut, den Blick über den Tellerrand und auch mal abseits der herkömmlichen Wege zu denken. Viel verlangt, wenn man bedenkt, dass ein Teil der Anwesenden nicht weiß, welches Bewerbungsmanagementsystem sie einsetzen, andere noch nie etwas von kununu gehört haben.

Kurz zu den Fakten: 90 % aller Arbeitgeberinnen haben Schwierigkeiten, eine Position zu besetzen. Wir sollten uns fragen „rollen wir Bewerbern den roten Teppich aus“? Eva Planötscher-Stroh geht dann auf die unterschiedlichen Touchpoints im Recruitingprozess ein und zeigt auf, wo Fallen lauern. Hier ein kurzer Überblick:

  • Wahl der Plattform bzw. des Mediums wo das Inserat veröffentlich wird (Stichwort Zielgruppe)
  • technische Hürden („mit diesem Browser nicht kompatibel“)
  • das Gespräch selbst (Wasser anzubieten ist noch keine Selbstverständlichkeit)
  • Zeitfaktor (wie lange dauert der Prozess, wie lange dauert es bis eine Rückmeldung kommt)

Und geht im nächsten Schritt darauf ein, welche Auswirkungen hat es, wenn eine potentielle Mitarbeiterin enttäuscht wird. Consumer Brand und Employer Brand sind nicht unterscheidbar. Wer hat nicht schon einmal gehört „beim XYZ kaufe ich nicht mehr ein, da habe ich nicht einmal eine Absage auf meine Bewerbung erhalten“.

Es wurden Beispiele gebracht, von Recruitingmaßnahmen, die auch mal anders funktionieren, wie zum Beispiel den Voith WimmelbusKagerer macht das übrigens schon länger – oder der Pizza Digitale und natürlich wurde auch über das Ströck Karrierezentrum berichtet.

Fazit: Recruiterinnen macht eure Hausaufgaben, kununu und das eigene Bewerbungsmanagementsystem gehören wohl zum kleinen Recruiting 1 x 1. Und wie ist es so schön auf jeder 2. Karriereseite zu lesen: „Mitarbeiter sind unser wertvollstes Kapital.“ Dann sollten sie wohl auch entsprechend ausgesucht und eingesetzt werden. Unsere Mitarbeiterinnen sollen uns bitte voran und Unternehmenserfolg bringen, wir führen Technologien ein, setzen uns mit der Digitalisierung auseinander aber Recruiting funktioniert immer noch nach demselben Schema wie vor 20 Jahren. Was stimmt an diesem Bild nicht?

Der zweite Part am Nachmittag „Neues Arbeiten und die Generation Y – wichtige arbeitsrechtliche Schwerpunkte“ ist leider entfallen, der Referent ist am Flughafen in London aufgehalten worden.

Und damit jetzt schon die Planung für den Herbst gestartet werden kann gibt es demnächst einen Überblick über die HR Events im 2. Halbjahr 2016. Und noch ein ganz persönlicher Tipp: da sind nicht nur Events dabei wo HR draufsteht, der Blick über den Tellerrand lohnt sich, versprochen!

Herzliche Grüße
Claudia

P.S.: Recruitingpraxis macht Sommerpause der nächste Blogbeitrag erscheint in zwei Wochen!

Sommerpause

SUMMERBREAK – RECRUITINGPRAXIS erscheint im Sommer alle 2 Wochen