Darf im Recruitinggespräch gelacht werden? Dieser Frage bin ich mit Marie Osterbauer-Hofer nachgegangen. Unsere einhellige Antwort vorweg: es darf nicht nur gelacht werden, es MUSS! Aber ein paar Dinge sollte man beachten. Welche sind im aktuellen Gastbeitrag nachzulesen. Herzliche Grüße und viel Spaß Claudia
Start with a smile …
Längst weiß man: Humor ist ein überlebenswichtiger Resilienzfaktor für uns Menschen und die
vielfältigen positiven Auswirkungen des Lachens sind zwar in aller Munde – doch
leider noch lange nicht in allen Unternehmen zu finden. Aber hat Humor im
Recruitingprozess überhaupt etwas verloren? Wirkt man nicht unseriös, als
RecruiterIn, als BewerberIn, als Führungskraft, als Unternehmen, wenn man sich traut,
humorvolle Elemente bewusst einzusetzen?
Seriös versus souverän?
Genau das Gegenteil ist der Fall, Humor wird als Zeichen von Souveränität und
gesicherter Position wahrgenommen, hebt von der Masse ab, wirkt attraktiv und
interessant. Gemeint ist hier natürlich nicht schenkelklopfende Heiterkeit
und irritierende Blödeleien beim Bewerbungsgespräch (obwohl es dazu ein
wirklich sehr erheiterndes Video vom Monty Python gibt bzw. findet man auch ein
paar Beispiele in diesem Beitrag),
nicht in erster Linie das launige Erzählen von Anekdoten und Witzen und schon
gar nicht sarkastische Bemerkungen über die Schwächen von BewerberInnen oder
die Höhe des gebotenen Gehaltes 😉
Was heißt „humorvoll“?
Humor ist hier
  • die heiter-gelassene Gemütsverfassung aller
    am Recruitingprozess Beteiligten, sichtbar in lebendiger Kommunikation,
    wertschätzend-wohlwollender Haltung, respektvollem aber auch durchaus
    augenzwinkerndem Umgang miteinander und dem konsequent positiv-realistischen
    Focus
  • angereichert mit dem  Mut, überraschende Facetten zu zeigen, Selbstironie und Wortwitz spielerisch einfließen zu lassen und ansteckendem Optimismus.
Zusammengefasst beschreibt Humor damit eine essentielle soziale Kompetenz, die niemals als
Ersatz, sondern immer als Ergänzung zur fachlichen Qualifikation gesehen
werden soll und die die Grundlage für Arbeitsfreude und gelingende Zusammenarbeit ist.
In den online-Partnerbörsen ist „humorvoll“ eine der meistgewünschten Eigenschaften,
die man sich vom potentiellen zukünftigen Lebenspartner erwartet. Der
Wunsch nach einem humorvollen Gegenüber ist sicher nicht nur auf das Privatleben
beschränkt. Und was ist Recruiting viel anderes, als die Suche nach Menschen,
die zu den Menschen (und natürlich Aufgaben) des eigenen Unternehmens passen?
Warum sollte da Humor plötzlich im Zusammenleben und –arbeiten keine Rolle mehr
spielen? Oft sind die besonders humorlosen Führungskräfte oder eine völlig
humorbefreite Unternehmenskultur die ausschlaggebenden Gründe, warum Menschen
ein Unternehmen schnell wieder verlassen.
Und Humor ist im Hinblick auf die Generation Z, also die Anfang der 90er Geborenen, verstärkt
ein Thema, denn für diese jungen Talente macht neuesten Studien zufolge der
Wohlfühlfaktor am Arbeitsplatz über 30% ihrer Arbeitszufriedenheit aus. Für sie
sind Unternehmen attraktiv, die sich von Anfang an trauen, sich zu einer humorvollen
und lebensbejahenden Unternehmenskultur zu bekennen.
Aber anstatt in Inseraten richtig Lust auf´s Arbeiten zu machen, findet man meist
distanzierte Standardformulierungen, nüchterne Aufzählung von Anforderungen und
gebotenen Konditionen –keinerlei Hinweis darauf, dass die Arbeit bzw. die
Zusammenarbeit auch Spaß machen soll und v.a. Spaß machen DARF, sondern
Ernsthaftigkeit im Endstadium! Und da stellt sich natürlich die Frage: Wer will
schon wo arbeiten, wo er nichts zu lachen hat?
Tipp: Hier kann man sich viel von den Werbestrategen abschauen, die Humor erfolgreich in der Vermarktung
der Produkte einsetzen – warum also nicht auch das eigene Unternehmen humorvoll
anpreisen? Mit Wortwitz in den Formulierungen, mit augenzwinkernden Hinweisen,
dass die WunschkandidatInnen gerne Ihren Humor mitbringen und einbringen
dürfen, mit sorgfältig positionierten Überraschungsmomenten – auch hier nicht
als Ersatz, sondern als Ergänzung zum notwendigen Informationsgehalt eines
Inserates.
Humorvoll bewerben?
Doch schauen wir mal auf die andere Seite, nämlich auf die BewerberInnen. Die
Rahmenbedingungen für „humorvolles Bewerben“ sind nicht gerade günstig, denn
damit Humor auch positiv wirksam werden kann, braucht´s ein paar wichtige Voraussetzungen:
– (Selbst-)Sicherheit bzw.
– die Sicherheit einer etablierten Beziehungsebene,
– wertschätzende Begegnung auf Augenhöhe und
– Mut zur Authentizität, d.h. sich in allen Facetten zu zeigen.
Wenn sich  nun die BewerberInnen als Bittsteller verstehen oder erleben, fehlt
natürlich die notwendige Leichtigkeit, und sie trauen sich nicht, sich im
Motivationsschreiben oder dann im Bewerbungsgespräch auf ihre Art humorvoll zu
zeigen – schließlich will man ja nix riskieren und keinen „schlechten Eindruck“
hinterlassen. Also entschließen sie sich, möglichste distanziert und neutral zu
wirken und riskieren damit auch viel, nämlich keinen besonderen Eindruck zu
hinterlassen.
Tipp: Wer sich traut, auf seine ganz spezielle Art (!) humorvoll zu sein, ungewöhnliche Formulierungen zu
verwenden, augenzwinkernd über die eigenen Macken zu sprechen und den
GesprächspartnerInnen schon im Bewerbungsgespräch mit gnadenlosem Optimismus
überrascht, wird in Erinnerung und im Gespräch bleiben.
Humorvoll recruitieren – ja dürfen´s denn das?
Schließlich sind es natürlich die RecruiterInnen, intern oder extern, die den „Humorgehalt“
des Recruitingprozesses maßgeblich beeinflussen. Hier gilt – sie sollten
richtig Spaß an ihrer Arbeit haben, denn wenn man etwas mit Freude, Hingabe und
Begeisterung tut, dann ist Erfolg unvermeidlich und allen ist es eine Freude,
miteinander zu arbeiten.
Sie haben es in der Hand, ein vertrauensvolles Gesprächsklima zu schaffen, damit die
BewerberInnen sich öffnen können. „Start with a smile – end with a smile!“ ist
das Motto, das nicht nur für Bewerbungsgespräche gelten sollte! Nicht
Defizitorientierung, sondern ganz viel Ressourcenblick und positive Bewertung
der individuellen Möglichkeiten führen automatisch zu einer humorfördernden
Atmosphäre.
Absolutes No-Go: Bei Absagen ist klare
und eindeutige Kommunikation gefragt, hier hat der „Scherz auf den Lippen“
nichts verloren, sondern führt nur zu Missverständnissen oder dass sich
BewerberInnen nicht ernst genommen fühlt.
Wie aber erkennt man nun als RecruiterIn, wieviel Humorkompetenz die KandidatInnen
mitbringen? In den USA wird diese Kompetenz für Führungsebenen schon lange im
Auswahlprozess abgefragt, offene Diskussion der Lebenseinstellung und
systemische Fragen rund um das Thema haben sich dabei bewährt.
Fragen zur Humorkompetenz: Wenn Sie
einen schlechten Tag haben, womit schaffen Sie es, sich wieder in einen
energievollen/heiteren Zustand zu versetzen? Wer in Ihrem Bekannten- und
Freundeskreis würde Sie als humorvoll bezeichnen und warum? Wie könnten Sie
gute Laune und positives Arbeitsklima in Ihrem Team fördern (oder alternativ
verhindern ;-)? Wie gehen Sie mit Misserfolgen um, wann können Sie wieder
drüber lachen?
Fazit: Humor im Recruiting erhöht den Fun-Faktor bei allen Beteiligten, denn Humorkompetenz ist
auf allen Seiten gefragt – und zwar jeder auf seine Art. Und wer ganz auf
Nummer sicher gehen will: Start and end with a smile 🙂
Mag. Marie Osterbauer-Hofer, www.oho-consulting.at, ist seit über
15 Jahren Unternehmensberaterin, Coach und Trainerin, diplomierte
Humorberaterin mit dem Schwerpunkt Führungskräfteentwicklung und –training (Kommunikation, Team, Motivation, Führungsinstrumente) und Keynote
Speaker und Impulsvortragende zum Thema Freude/Spaß/Humor im Arbeits-bzw.
Führungsalltag oder beim Bewältigen von Veränderungen. Ihre
Spezialthemen sind provokative Systemarbeit in Beratung und Coaching,
Kreativität und Improvisation als Problemlösungskompetenz, Lust &
Leichtigkeit im Arbeitsalltag, WorkshopWanderungen, Rituale und
Kreativitätstechniken und Humorberatung.
… aber leider kein best practise Beispiel! Manchmal ticken die Uhren der Bloggerinnen unter uns anscheinend recht ähnlich. Gerade als ich mit diesem Blogbeitrag begonnen habe,
habe ich den Newsletter von Barbara Braehmer zum Thema Active Sourcing erhalten – absolut empfehlenswert!
Warum ich mich aktuell damit beschäftigt habe? Wer wie ich im Recruiting tätig ist, bekommt vermutlich nicht nur die eine oder andere Frage rund um das Thema „wie bewerbe ich mich richtig?“ (nach wie vor ein Dauerbrenner: „du was soll ich denn ins Motivationsschreiben reinschreiben?“ – ich bin da bekanntlich nicht unbedingt die beste Informationsquelle) und „ich kenn wen der sucht einen Job, soll er dir mal die Unterlagen schicken?“ Das wäre glaub ich einen eigenen Blogbeitrag wert aber ich schweife vom Thema ab. Ab und zu bekomme ich auch ein echtes „Schmankerl“ weitergeleitet zum Beispiel in Form besonders „aussagekräftiger“ Absageschreiben, witzige bis skurille Recruitingvideos oder – wie in diesem Fall – ein Beispiel für den Versuch von Active Sourcing. Hier die Nachricht – wie unschwer zu erkennen ist via XING – zum Mitlesen:

 

 

Schauen wir uns doch gleich den Betreff genauer an:
Liebe Bewerberinnen, bitte immer schön auf die Rechtschreibung achten. Gilt anscheinend nicht für Recruiterinnen – gut kann ja mal passieren. Der potentielle Kandidat hat übrigens seit Jahren keine Funktion im Marketing mehr. Weiter geht’s im Text:
Sie ahnen es bereits, Herr XY beenden nicht suchen nach einem nächsten beruflichen Schritt, weil Herr XY nämlich gar nicht suchen nach einem nächsten beruflichen Schritt.
 
 Ein Talent-Management Unternehmen, das nur davon lebt, die herausragenden Beraterpersönlichkeiten entlang MEINES beruflichen Werdegangs zu begleiten! Ich würde mich jetzt an
Stelle von Herrn YX ein bisschen geehrt fühlen. Auch wenn ich vermutlich nicht weiß, was so ein Talent-Management Unternehmen eigentlich macht. Vermutlich hauptsächlich Netzwerken, denn wie sonst kommt man zu einem „ausgeprägten Netzwerk“. Allerdings kenne ich bzw. Herr XY die ja anscheinend schon alle, kann also jetzt nicht wirklich einen Vorteil für mich erkennen. Lesen wir weiter:
Jetzt kommen wir der Sache näher. „Financial“ könnte ein Suchbegriff gewesen sein, mit dem Herr XY bei den Ergebnissen der XING Suche der Recruiterin des Talent-Management Unternehmens aufscheint. Ein Anknüpfungspunkt! Ein bisschen verstörend findet Herr XY die Tatsache, dass die etablierte Unternehmensberatung, die ihn vermutlich ihrerseits noch nicht im
ausgeprägten Netzwerk hat, sonst hätten sie ihn vielleicht schon eher kontaktiert (oder eben auch nicht) seinen Schwerpunkt auf Marketing-, Produkt- und Preisstrategien legt. Immerhin wird
das schon sehr zeitig im Prozess erwähnt und Herr XY überlegt jetzt, ob er vielleicht seinen bisherigen Schwerpunkt doch einmal verändern möchte. Vielleicht wenn der
Rest einfach überzeugt:
 Kurzfristig ist Herr XY verwirrt, handelt es sich doch nicht um ein Talent-Management Unternehmen sondern vielleicht um eine Rechtsanwaltskanzlei? Da Herr XY in beiden Branchen nicht sonderlich versiert ist, beschließt er, dem Mandat einfach keine Beachtung zu schenken und liest einfach weiter. Ah hier kommt eine essentielle Information, die Position ist anscheinend in Frankfurt angesiedelt. Dass Herr XY aktuell nicht vorhat, seinen Wohnsitz von Wien nach Frankfurt zu verlegen kann die Recruiterin natürlich nicht wissen, einen Versuch war es wert. Interessant ist die Unternehmensbeschreibung. Man bietet zügige Karriereentwicklung und zeitgleich ein familiär geprägtes Umfeld – da ist also sicher für jeden was dabei. Für den
Familienvater genauso wie für den aufstrebenden, karriereorientierten Single.

Das ist aber nett! Es gibt telefonisch noch weitere Auskünfte. Sollte Herr XY nun ernsthaft in Betracht ziehen, demnächst seinen beruflichen Schwerpunkt nach Frankfurt zu verlagern, muss er also erst Mal die Telefonnummer heraussuchen. Da die beiden auf XING nicht vernetzt sind, sind die Kontaktdaten von Frau YZ nämlich nicht freigegeben, ah Google sei Dank, man findet das Talent-Management Unternehmen und auch die Telefonnummer von Frau YZ. Nicht dass jetzt jemand denkt Herr XY hat sich die Mühe gemacht, das war ich (gehört ja schließlich ordentlich recherchiert hier ;-). Jetzt freut sie sich also auf Feedback und einen kurzen Terminvorschlag. Herr XY fragt sich kurz, wofür genau der Terminvorschlag denn sein sollte. Vielleicht für ein
Telefonat oder gleich für einen Termin in Frankfurt? Ach so wo hat das Talent-Management Unternehmen denn seinen Sitz? Viel zu viele offene Fragen für einen kurzen Terminvorschlag, also lässt er es lieber gleich sein.

Wäre zumindest eine Telefonnummer angegeben, hätte Herr XY schnell mal zum Hörer gegriffen und (weil er ein höflicher Mensch ist) gesagt, dass er derzeit kein Interesse an der vorgeschlagenen Position hat. Das wäre aus seiner Sicht nämlich schneller als eine XING Antwort zu schicken und für ihn wäre die Sache erledigt. Dann hätte Frau YZ zumindest die Chance gehabt, ihn kurz zu interviewen und ihm entweder die schon vorgeschlagene Position doch noch schmackhaft zu machen oder ihn für künftige Positionen in die Datenbank (wir gehen jetzt mal davon aus, dass ein Talent-Management Unternehmen eine hat) aufnehmen können. Sie hätte also vielleicht noch eine Möglichkeit gehabt, alles was sie bei diesem Active Sourcing Versuch
verbockt hat, wieder hinzubekommen. Tatsächlich hat sie jetzt lediglich eine Nachricht mit dem Inhalt erhalten: kein Interesse (natürlich wesentlich netter formuliert aber davon hat sie wohl nix).
Und wir gehen einmal davon aus, dass sie diese Anfrage noch zahlreichen anderen XING Kontakten, die ihre (na gut nennen wir es mal so) Recherche ausgespuckt hat geschickt hat. Wie
hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt jemand antwortet? Abgesehen von allen, die ganz dringend auf Jobsuche sind (und die melden sich auch über herkömmliche Recruitingkanäle). Schade um die Zeit.
Aber DANKE für ein großartiges Beispiel! Einfach künftig an das Talent-Management Unternehmen denken und schon wird Ihr nächstes Sourcing Projekt zum Erfolg!

Herzliche Grüße

Claudia

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Abwarten und Tee trinken, Brötchen backen oder Pizza online
bestellen? Welche Strategien führen wohl am ehesten zum Recruitingerfolg?
Ebenso wie mein Bloggerkollege Robindro Ullah bin ich auch
wieder zurück aus den USA. Und wie kann es anders sein, haben wir Ideen bzw.
Anregungen und Beispiele zum Thema Recruiting & Personalmarketing
mitgebracht. Bei Robindro geht es um Pizza, ich kann mit Tee aus Chicago aufwarten und
weil ich mich immer über tolle Beispiele aus Österreich freue, auch
Brot aus Wien!
Nachdem ich schon einmal darüber berichtet habe, wie uns
Pasta im Recruiting unterstützen kann geht es heute also nicht um Pizza (das hat Robindro schon erledigt 😉 sondern um Tee und Brot. Allerdings wenn
ich so darüber nachdenke, ich könnte mir schon vorstellen, dass auch der Einsatz von Pizza im
Recruiting für IT Spezialistinnen mal eine nette Idee wäre (Klischee pur aber
ich konnte mir das jetzt nicht verkneifen und mit Personalverrechnerinnen wäre
es nicht lustig  ;-).
Ich beginne
jetzt auch nicht alle Bewerberinnen mit Brot zu versorgen (obwohl DAS wäre doch
Serviceorientierung pur oder: alle, die einen Früh- oder Abendtermin bei mir
wahrnehmen, bekommen frisches Brot oder Gebäck für’s Frühstück oder Abendessen mit
und ersparen sich den Weg zum Bäcker! Darüber muss ich wirklich mal nachdenken,
vielleicht eine Idee für eine Kooperation). Bisher gibt’s bei mir im Office „nur“ Tee und/oder Kaffee (ich
habe von Bewerbungsgesprächen gehört, wo es nicht einmal ein Glas Wasser gibt,
ich lasse das jetzt mal unkommentiert). Aber es geht nicht um den Tee, den ich meinen Gästen anbiete sondern um eine Teekette mit HQ in Chicago.
Was haben nun ein Teegeschäft in Chicago und ein Bäcker in
Wien miteinander zu tun? Und was hat das wiederum auf einem Blog über Recruiting
und Personalmarketing zu suchen? Natürlich, wie könnte es anders sein, Sie
haben ein etwas gemeinsam: sie stehen beide vor einer Herausforderung im
Recruiting! Sie suchen dringend Mitarbeiterinnen in einer Branche in der die
Arbeitszeiten nicht familienfreundlich sind, die zu besetzenden Jobs nicht zu
den bestbezahlten gehören und die Serviceorientierung und Verkaufstalent
erfordern – eine Kombination, die es wiederum erfordert, im Recruiting auch mal
andere (wenn auch nicht unbedingt neue) Wege zu gehen.
Starten wir mit Argo Tea: Argo Tea ist ein Tee Cafe, quasi
das Starbucks für Teeliebhaberinnen. Gegründet in Chicago gibt es mittlerweile über
40 Filialen in den USA und 6 im Mittleren Osten. Für alle Filialen werden
Mitarbeiterinnen gesucht. Woher ich das weiß? Ich war Tee trinken. Und habe
unter anderem diese Karte entdeckt: